Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verfahren zur Bestimmung der Interaktion zwischen einem Polynucleotid und Blutplättchenfaktor 4

29.03.2012
Die erfindungsgemäße Aufgabe besteht in der Diagnostik und Prädiagnostik einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT). Auch sollen neue Medikamente hinsichtlich ihres Potentials, eine HIT II auszulösen, untersucht werden können. Dies wird durch den Einsatz von Polyanionen auf Basis von Polynukleotiden gelöst. Polynukleotiden stellen einen gleichwertigen Ersatz des Heparins im Heparin/PF4-Komplex, der in bekannten Verfahren verwendet wird, dar, obwohl sie in ihrer Struktur, beispielsweise auf Grund der Bindung der Zucker über Phosphate oder wegen zusätzlich vorhandener Basen, stark vom Heparin abweichen. Erfindungsgemäß wird die Interaktion zwischen Polynukleotiden und PF4 bestimmt. Dazu werden PF4 und Polynukleotiden für ausreichend lange Zeit in Verbindung gebracht, so dass Polynukleotid/PF4-Komplexe gebildet werden. Anschließend wird der Umfang der Komplexbildung bestimmt und mit dem – bei vergleichbaren Konzentrationen und Bedingungen – erzielten Komplexierungsresultat in Abwesenheit eines Polynukleotids verglichen. Die Polynukleotide sind ein- oder doppelstrangige RNA oder DNA mit aus Adenin, Guanin, Cytosin, Uracil, Thymin und Hypoxanthin gewählten Basen. Vorzugsweise sind die Polynukleotide Aptamere – also kurze einzelsträngige DNA- oder RNA-Oligonukleotide –, die ein spezifisches Molekül ähnlich stark wie Antigene über ihre 3D-Struktur binden können. Als Polynucleotide / Aptamere werden solche ausgewählt, die mit PF4 Komplexe bilden und für die therapeutische oder diagnostische Anwendung am Menschen bestimmt sind. In weiteren Ausführungsformen werden beispielsweise Thrombozyten, Antikörper oder beides zugegeben und die Bindungen der Komplexe mit verschiedenen Verfahren untersucht. Das erfindungsgemäße Verfahren dient einer Reihe an Anwendungen. Das Risiko eines Probanden oder Patienten, bei Gabe von Polyanionen (wie Heparin) oder Polynukleotiden PF4/Polynukleotid-Antikörper zu entwickeln, kann eingeschätzt und ein erhöhtes Risiko, an Thrombozytopenie oder Thrombosen zu erkranken, erkannt werden. Auch wäre eine Bestimmung der PF4/Polynukleotid-Komplexe-Bildungshemmung oder der Antikörpern-Komplexe-Bindungen möglich. Ebenso könnte das Risiko, bei Gabe von Heparin an einer HIP zu erkranken, ermittelt werden. Bereits während der Entwicklung von Aptameren als Medikament, wäre es möglich, die immunogene Wirkung des jeweiligen Aptamers abzuschätzen sowie während der klinischen Studien mit diesen neuen Medikamenten die Entwicklung von Antikörpern zu überwachen.

Nutzen / Vorteile / Besonderheiten: • Diagnostik und Prädiagnostik einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) • Risikoanalyse neuer Medikamente hinsichtlich Auslösung einer HIT vom Typ II

Weitere Informationen: PDF

PVA Mecklenburg-Vorpommern AG
Tel.: +49 (0)381/49 74 741

Ansprechpartner
Dr. Rüdiger Werp, Tobias Parikh

info@technologieallianz.de | TechnologieAllianz e.V.
Weitere Informationen:
http://www.technologieallianz.de/angebote.php?sort=sag&id=2686&lang=de
http://www.technologieallianz.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive