Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trinukleotidsynthos

19.01.2010
Die Aufgabe dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Trinukleotiden als Synthons zur Erzeugung von Genbibliotheken.

Einleitung

Im letzten Jahrzehnt hat das Interesse an effizienten Methoden für die gezielte Mutagenese stark zugenommen. Dabei stehen die Funktionsoptimierung von Proteinen und Peptiden sowie das De-sign neuer Enzyme im Vordergrund. Enzyme führen in unterschiedlichen industriellen Produktionsprozessen die Synthese von hochreinen chemischen Substanzen durch. Ihre Leistungsfähigkeit ist im Bezug auf die Effizienz besonders hoch und lässt sich mit Hilfe der Modifikation des genetischen Codes noch entscheidend verbessern.

Problemstellung

Durch die Verwendung von synthetisch hergestellten Oligonukleotiden werden an ausgewählten Orten der Proteinsequenz Variationen der 20 Aminosäuren generiert. Werden üblicherweise gemischte Oligonukleotide durch statistische Kopplung einer Nukleotidmischung in jedem Zyklus der automatisierten Festphasensynthese erzeugt, so ist es unmöglich, die Einbringung unerwünschter Aminosäuren oder gar die Erzeugung von Stop-Codons zu vermeiden. Auf diese Weise ist es unmöglich, nur eine bestimmte Auswahl von Codons an einer definierten Position zu generieren. Weiterhin ist die Häufigkeit der mit dieser Methode erzeugten Mutanten hin zu den Aminosäuren, welche von redundanten Codons kodiert werden, verzerrt. Trinukleotid-Synthons werden als besser geeignete Synthesebausteine für die Generierung von kontrolliert gemischten Oligonukleotiden angesehen.

Innovation

Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Trinukleotidphosphoramidite leicht zugänglich. Diese können mittels Festphasen-Phosphoramidit-Methode Kopplungsreaktionen eingehen. Durch die verwendete Schutzgruppenstrategie erlauben sie das Entschützen der synthetisierten Oligonukleotide und die Abspaltung von Trägermaterial in einem Schritt.

Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet den Ansatz, welcher auf DMT als 5’-Schutzgruppe und einer tert-Butyldimethylsilyl-Gruppe (TBDMS) oder einer Disulfid-Gruppe als 3’-Schutzgruppe beruht. Dies wird mit einer geeigneten Schutzgruppe am Phosphat, vorzugsweise einer β -Cyanoethylgruppe kombiniert. Erfindungsgemäß erfolgt eine Freisetzung der 3’-OH-Gruppe durch Abspaltung der 3’-TBDMS-Gruppe mit einem fluoridhaltigen Reagenz in einem polaren aprotischen Lösungsmittel, vorzugsweise TEA/3HF in DMF. Für die Beendigung der Reaktion wird eine wässrige Lösung einer wasserlöslichen Base verwendet. Es wurden Trinukleotidphosphoramidite hergestellt, welche Codons aller 20 Aminosäuren repräsentieren.

Nutzen
• einfach
• schnell
• kosteneffizient
• kontrollierte Generierung von Codons
Fachbereich:
Chemie
Gentechnik
Stand Entwicklung:
Stand Schutzrecht:
Patent (DE) eingereicht.
Internationale Nachanmeldung möglich.
Angebot:
Lizenzvertrag
Patentverkauf
Entwicklungskooperation
© PVA-MV AG, 2009
Kontakt:
Tobias Parikh
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Str. 23
D-18055 Rostock
Tel +49-381-49 74 74-1
Fax +49-381-49 74 74-9
t.parikh@pva-mv.de

Heike Klockow | PVA - MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics