Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

System zur Wirkstofffreisetzung

15.12.2009
Aufgabe der Erfindung ist eine kontrollierte Freisetzung von flüssigen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffzubereitungen.

Einleitung

Es besteht ein Bedarf an oral zu verabreichenden Arzneiformen, die es ermöglichen, über die ganze Applikationszeit hinweg eine kontrollierte Freisetzung von flüssigen Wirkstoffen bzw. Lösungen und halbfesten Zubereitungen aus Wirkstoffen zu erzielen.

Problemstellung

Die Verabreichungsform von Arzneimitteln (Drug-Delivery) hat zu gewährleisten, dass der enthalte-ne Wirkstoff im richtigen Zeitraum und in einer ausreichenden Konzentration im Blutplasma vorliegt. Dies ist besonders schwierig wenn die Wirkstoffe eine Flüssige Konsistenz aufweisen, bzw. wenn sie in Form einer Lösung oder einer halbfesten Zubereitung verabreicht werden.

Eine besondere Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Wirkstoffabgabesystemen dar (Drug-Delivery-Systemen), welche in der Lage sind, die in einer flüssigen bzw. halbfester Form oral verabreichten Wirkstoffe im Körper über mehrere Stunden gezielt freisetzen und somit den Wirkstoffplasmaspiegel konstant zu halten.

Problematisch ist bei der Lösung dieser Aufgabe vor allem die Passage des Magen-Darm-Traktes. Zum einen dürfen hierbei die Wirkstoffe nicht zersetzt werden, zum anderen dürfen die Kon-trollmechanismen der Wirkstoffträger (Drug Delivery Systeme) von den Physiologischen Gegebenheiten des Magen-Darm-Traktes nicht aufgehoben werden.

Schwierigkeiten bei den Systemen des Standes der Technik ist die Steuerung der Wirkstofffreisetzung durch eine gezielte Gasentwicklung und die dabei variablen und über die Applikationszeit nicht konstanten Druckwerte, was zu einer ungleichen Freisetzungscharakteristik führt. In den weiteren bisher angewandten Systemen geht die Auflösung des Wirkstoffes der systemischen Absorption voran.

Innovation

Die Erfindung betrifft eine orale Arzneiform zur gezielten Freisetzung von Arzneistoffen unter Verwendung eines Treibmittels.

Hierbei befindet sich der Wirkstoff in einem Grundkörper und dessen Freisetzung geschieht mittels eines ebenfalls im Grundkörper befindlichen Treibmittels durch eine in der Außenhülle befindliche Öffnung.

Die Freisetzung der Arzneistoffe lässt sich durch die geeignete Wahl des Treibmittels, der Wirkstoffformulierung und der konstruktiven Ausgestaltung der Arzneiform variieren.

Die Arzneiform ist besonders geeignet, die Freisetzungsrate an chronopharmakologische Anforderungen anzupassen. Ermöglicht wird auch die Anpassung der Freisetzungsrate an die Pharmakokinetik des verabreichten Wirkstoffes.

Nutzen

• Keine gesundheitsbedenklichen Komponenten

• über die ganze Applikationszeit hinweg konstante, kontrollierte Wirkstoffabgabe der Arzneiform im Patenten

• Freisetzungsratenanpassung an chronophar-makologische Anforderungen und Pharmakokinetik des verabreichten Wirkstoffes

• gezielte Wirkstofffreisetzung im Körper

• Möglichkeit der sequentiellen Gabe mehrerer Wirkstoffe

• Schutz des Patienten durch Begrenzung der vorhandenen Wirkstoffmenge

• Möglichkeit der kontrollierten Gabe einer Lösung bzw. halbfesten Zubereitung eines oder mehrerer Wirkstoffe

Fachbereich: Pharmazie
Stand Schutzrecht: Patent (DE): angemeldet
Auslandsanmeldungen: möglich
Angebot: Lizenzvertrag, Patentverkauf, Entwicklungskooperation
© PVA-MV AG, 2009
Kontakt:
Tobias Parikh
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Str. 23
D-18055 Rostock
Tel +49-381-49 74 74-1
Fax +49-381-49 74 74-9
t.parikh@pva-mv.de

Heike Klockow | PVA - MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics