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Zusammenfassung Ein Röntgendetektorsystem ist ein Instrument zum Nachweis einzelner Röntgenquanten und zur Bestimmung ihrer Energie. Hohe Zählraten verkürzen die Messzeiten deutlich. Ein kleiner Formfaktor und modularer Aufbau bietet dem Anwender eine hohe Flexibilität. Ein kompaktes, umfassendes Datennahmesystem und ein Spülkopf mit Temperatur-, Feuchte- und Drucksensor gewährleisten eine hohe Nutzerfreundlichkeit und Betriebszuverlässigkeit. Die Entwicklung eröffnet ein breites Anwendungsspektrum in der Analyse mit Röntgenstrahlung.
Problemstellung
Die Fluoreszenzlichtanalyse in der Röntgenabsorptionsspektroskopie ist ein sehr häufig an Synchrotronquellen angewendetes Verfahren, das leistungsfähige Detektoren benötigt, deren Ausgestaltung einen weiteren, anwenderspezifischen Ausbau schnell und kostengünstig ermöglicht. Gegenstand der Entwicklung ist ein für den Energiebereich zwischen ca. 2 keV und 17 keV optimiertes, kompaktes Silizium-Driftdetektorsystem mit einer 50 mm² großen aktiven Fläche. Gekühlt oder bei Raumtemperatur wird eine Energieauflösung von wenigen hundert eV bei MHz-Zählraten und spektralen Signal-zu-Untergrund- Verhältnissen oberhalb von 1000 erreicht.
Innovation
Ein monolithischer 7-zelliger Sensor und ein Auslesechip bilden das Herzstück des Sensorkopfes. Im Sensor absorbierte Photonen werden in elektrische Impulse umgewandelt. Eine Maske auf der Eintrittsseite deckt ineffiziente Sensorbereiche ab und verbessert deutlich das spektrale Signalzu- Untergrund-Verhältnis. Im Auslesechip erfolgt die Detektion der Impulse und ihre Verarbeitung zu einem Ausgangssignal, dessen Amplitude direkt proportional zur Energie des absorbierten Photons ist. Das kompakte, stiftartige Gehäuse mit Peltierkühlung, hexagonaler Außenform und Kabelanbindung gestattet geringste Probenabstände, bietet eine hohe Flexibilität hinsichtlich seiner Implementierung im Experiment und gestattet auch flächige oder gekrümmte Anordnungen mehrerer Module auf engstem Raum.
Nutzen
Für kleine Zählraten und 8 keV sind FWHMLinienbreiten von 223 eV bei 10°C und 297 eV bei 24°C erzielbar. Bei 24°C und großen Zählraten steigt diese auf 400 eV für 1,1 Millionen Einträge pro Sekunde und 600 eV für 3,3 Millionen Einträge pro Sekunde. Es sind Element-spezifische Analysen für Verdünnungsgrade unterhalb 100 ppm möglich. Das System arbeitet autark und benötigt keine weiteren Baugruppen.
Entwicklungsstand
Die Entwicklung und Herstellung ist abgeschlossen. Eine Kleinserie befindet sich im Einsatz am HASYLAB. Weitere Informationen können
NIM A 589 (2008) 250-258 IEEE TNS 56 (2009) 1666-1670 J. Synchrotron Radiation 16 (2009) 293–298
entnommen werden.
Schutzrechte
Das Patent ist unter folgender Patentnr. 102005037860 in Deutschland und unter folgender Patentnr. 1913645 in Europa angemeldet. Wünsche der potenziellen Lizenznehmer hinsichtlich regionaler oder nationaler Schutzrechte können berücksichtigt werden.
Angebot
Gewerbliche Nutzungslizenz für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb für das Detektorsystem, ggf. auf Markt- oder Produktsegmente beschränkt.
Kontakt
Kerstin Prechel
Technologie-Transfer Tel. 040-8998-5342
Notkestraße 85 Fax. 040-8994-5342
22607 Hamburg kerstin.prechel@desy.de
Kerstin Prechel | Quelle: DESY
Weitere Informationen: www.desy.de
Weitere Berichte zu: 24°C > Acquisition > Auslesechip > Datennahmesystem > Flexibilität > Modul > Photon > Röntgendetektormodul > Sensor > X-ray > Zählraten
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