Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Festphasensynthese von geschützten Trinukleotiden

19.01.2010
Die Aufgabe dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Festphasensynthese von geschützten Trinukleotiden als Synthons zur Erzeugung von Genbibliotheken.

Einleitung

Alle bisherigen bekannten Verfahren zur Synthese von Trinukleotidsynthons verlaufen in der Lösungschemie nach dem Phosphortriesterverfahren oder dem Phosphoramiditverfahren. Bei diesen Verfahren ist der Maßstab der Synthese prinzipiell beliebig wählbar, wodurch größere Mengen an Trinukleotiden in einem Ansatz hergestellt werden können. Diese mehrstufigen Verfahren besitzen jedoch den Nachteil, dass sie sehr zeitaufwendig sind, da nach jedem Syntheseschritt eine Isolation und Reinigung des Produktes notwendig ist. Durch die Festphasenchemie lassen sich diese sehr zeitaufwendigen Schritte umgehen.

Problemstellung

Bei der Festphasenchemie ist lediglich ein Herunterwaschen der Nebenprodukte, Reagenzien und unumgesetzten Ausgangsstoffe vom Träger erforderlich, während das gewünschte Produkt auf der Festphase verbleibt. Dies erlaubt eine schnelle Synthese der Trinukleotide schon in wenigen Stunden. Die Festphasenchemie von geschützten Trinukleotiden scheitert bis heute daran, dass eine Abspaltung der Trinukleotide von den handelsüblichen Trägermaterialien mit einem Verlust der Schutzgruppen einhergeht. Das daraus resultierende Trinukleotid hat als ungeschütztes Polyanion synthetisch keinerlei Bedeutung mehr.

Innovation

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von geschützten Trinukletiden wird eine Abspaltung der Trinukleotide von den handelsüblichen Trägermaterialien mit einem Verlust der Schutzgruppe vermieden. Dies wird mit Hilfe spezifisch festphasengebundener Nukleoside realisiert. Als Festphasenmaterial werden hierfür bevorzugt CPG oder Polystyren genutzt. Im Verfahren zur Herstellung eines über eine 3'-O-Disulfidbrücke an die Festphase gebundenen Nukleosids wird zuerst das Nukleosid mit Dimethylsulfoxid (DMSO) zum 3’-O-Methylthiomethylderivat umgesetzt. Anschließend erfolgt die Umsetzung des 3’-O-Methylthiomethylderivates mit einem Festphasenmaterial, welches direkt oder über ein Ankermolekül kovalent gebundene Thiolgruppen aufweist. In weiteren Schritten des Herstellungsverfahrens wird das resultierende festphasengebundene Nukleosid nach selektiver Abspaltung der 5'-O-Schutzgruppe durch Standard-Phosphoramiditchemie zum Trinukleotid verlängert. Die anschließende Freisetzung des Trinukleotids vom Träger unter Erhalt aller Schutzgruppen erfolgt durch reduktive Behandlung mit DTT.

Nutzen
• einfach
• schnell
• kosteneffizient
• Ausgangsstoffe sind kommerziell erhältlich
Fachbereich:
Chemie
Gentechnik
Stand Entwicklung:
Stand Schutzrecht:
Patent (DE) eingereicht.
Internationale Nachanmeldung möglich.
Angebot:
Lizenzvertrag
Patentverkauf
Entwicklungskooperation
© PVA-MV AG, 2009
Kontakt:
Tobias Parikh
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Str. 23
D-18055 Rostock
Tel +49-381-49 74 74-1
Fax +49-381-49 74 74-9
t.parikh@pva-mv.de

Heike Klockow | PVA - MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics