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Glukokordikoid-Rezeptor für Screeningverfahren

20.03.2007
Zur Behandlung von Entzündungs- oder Immunreaktionen, wie z. B. Rheuma oder Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen, werden bislang zu den Steroidhormonen zählende Glukokordikoide eingesetzt.

Eine Hormonbehandlung ist aufgrund der Störung des Hormongleichgewichts für den Patienten jedoch stets kritisch. Daher ist eine Möglichkeit zur Modulation Glukokordikoid-Rezeptor-abhängiger Prozesse wünschenswert.Entwickelt wurde ein genetisch veränderter Glukokordikoid-Rezeptor und mit diesem interagierende Kofaktoren. Der Glukokordikoid-Rezeptor erlaubt es, spezifische Korepressoren oder Faktoren mit stabilisierender Funktion, die an der Interaktion des Rezeptors mit anderen Transkriptionsfaktoren bei der Genrepression beteiligt sind, zu identifizieren. Er kann Protein-Protein-Wechselwirkungen eingehen, ohne gleichzeitig mit den an der Transkriptionsaktivierung beteiligten Kofaktoren zu interagieren.

Es stehen Genkonstrukte zur Verfügung, die sowohl in Two-Hybrid-System als auch in anderen Screeningverfahren, z. B. Reportergen-Assays, eingesetzt werden können. Somit können potenzielle pharmakologisch relevante Verbindungen oder Modulatoren der Repression des Glukokordikoid-Rezeptors identifiziert und charakterisiert werden. Dies ermöglicht die Bereitstellung von pharmakologisch aktiven Leitstrukturen sowie die Identifizierung von therapeutisch nutzbaren Angriffspunkten für Pharmaka mit hohem therapeutischem Potenzial hinsichtlich Glukokortikoid behandelter Krankheiten.

Dr. Ludwig Witter
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Stabsabteilung Marketing, Patente und Lizenzen
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen
info@map.fzk.de

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Weitere Informationen:
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