Anzeige
Studie der FH St. Pölten zeigt, dass mobile Internetnutzer das spezielle "Handyweb" dem "echten" Internet vorziehen.
Mobilversionen von Websites stehen bei ÖsterreicherInnen hoch im Kurs - werden aber von Österreichs Top-100 Unternehmen kaum angeboten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Fachhochschule St. Pölten, die zeigt, dass Österreichs mobile Internetsurfer Websites klar bevorzugen, die speziell für das Handy optimiert sind. Dieses Studienergebnis hat auch europäische Implikationen: Da die ÖsterreicherInnen in der EU Vorreiter beim Surfen am Handy sind, lassen deren Vorlieben auch Rückschlüsse auf das zukünftige Nutzungsverhalten anderer EU-BürgerInnen zu.
Am Handy online zu surfen ist bei den ÖsterreicherInnen "in": Diese nutzen im Vergleich zu anderen EU-BürgerInnen das mobile Internet am häufigsten - nicht zuletzt aufgrund der hierzulande geringen Nutzungsgebühren. Doch wie genau nutzen die ÖsterreicherInnen das mobile Web und welches Websiteangebot steht ihnen überhaupt zur Verfügung - das untersuchte nun eine Studie des Instituts für Medieninformatik der Fachhochschule St. Pölten.
Die Studie zeigt eines deutlich: Handyuser steuern bevorzugt Mobilversionen von Websites an - also Websites, die für die Handynutzung optimiert sind. Diese Vorliebe zeigt sich, obwohl die neuesten Mobiltelefone technisch bereits so weit fortgeschritten sind, dass es inzwischen prinzipiell auch problemlos möglich wäre, sich "normale" Websites anzusehen. Das "Handyweb" bietet jedoch Vorteile wie z. B. einen direkten Zugriff auf bestimmte Menüpunkte einer Website in einer dem Handy angepassten Bildschirmgröße. Prekär ist diese User-Präferenz für die Web-Mobilversionen vor dem Hintergrund eines anderen Studien-Ergebnisses: Denn viele Websites entsprechen den Bedürfnissen der Handysurfer derzeit nicht und bieten keine mobile Version - dazu zählt insbesondere auch der größte Teil der Websites von Österreichs Top-100 Unternehmen. Damit zeigt die Studie den Bedarf für mehr Mobilversionen von Websites.
DIE OBEREN 100
Was die Studiendaten konkret ergeben haben, beleuchtet Projektleiter FH-Prof. Grischa Schmiedl: "Bei den Top-50 der von Österreich aus zumeist besuchten Webpages sieht die Lage noch gar nicht so schlecht aus von diesen bieten zumindest 82 % eine oder auch mehrere mobile Versionen. Bei den nächsten 50 gelisteten Webpages sind es jedoch bereits nur mehr 32 %. Besonders sticht aber ins Auge, dass von Österreichs Top-100-Unternehmen, die laut Trend-Magazin-Ranking ermittelt wurden, nur sechs ihre Website in einer Mobilversion anbieten. Hier sehen wir Potential zur Steigerung. Denn die Österreicher und Österreicherinnen sind nun mal gerne mobil im Netz unterwegs und benutzen dabei bevorzugt für das Handy optimierte Seiten. Immerhin hat unser Feldexperiment auch gezeigt, dass die User dort um 30 - 40 % schneller unterwegs sind als auf normalen Webpages."
MOBILER TYP GEFRAGT
Besonders gerne im mobilen Netz bewegt sich laut Studie folgender österreichische "Typ": Der durchschnittliche Mobile-Web-User ist derzeit männlich, zudem technisch interessiert bzw. gebildet und zwischen 20 und 29 Jahre alt. Dieser Durchschnittstyp dürfte sich in Zukunft jedoch deutlich verjüngen - denn auch immer mehr SchülerInnen nutzen Internet-fähige Handys. Das Interesse der Handysurfer gilt vor allem aktuellen und generellen Informationen, wie FH-Prof. Schmiedl erläutert: "70 % der Befragten nutzen derzeit das Handyinternet, um sich über das laufende Tagesgeschehen zu informieren oder holen sich rasch benötigte Informationen. Dazu zählen beispielsweise das Abrufen von News, Fahrplänen oder Wetterinfos sowie die Nutzung von Online-Lexika wie Wikipedia. Weitere 17 % sind vor allem an Unterhaltung interessiert, suchen Musik und Videos und 13 % nutzen von unterwegs aus insbesondere soziale Netzwerke wie Facebook".
Die Grundlage für die Studienergebnisse ist ein innovativer Methoden-Mix - sowohl Personenbefragungen, als auch Usertests und Website-Analysen kamen zum Einsatz. Diese wurden zwar vor allem mit Fokus auf den österreichischen Raum angewandt, dennoch bietet die Studie auch Implikationen für den europäischen Raum: Grund ist, dass die ÖsterreicherInnen in der EU zu den fleißigsten Usern des Handysurfens zählen und damit eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Vorlieben der ÖsterreicherInnen in Bezug auf das mobile Internet lassen daher auch Rückschlüsse auf das zukünftige Nutzungsverhalten in anderen EU-Ländern zu. Denn bereits jetzt ist damit zu rechnen, dass neben den ÖsterreicherInnen auch immer mehr EU-BürgerInnen aufgrund von fallenden Nutzungsgebühren auf den Geschmack des Handysurfens kommen - und dann besteht wiederum, wie die Studie der FH St. Pölten zeigt, auch ein noch größerer Bedarf an Mobilversionen von Websites.
Publikation: Mobile Phone Web Browsing - A Study on Usage and Usability of the Mobile Web, Grischa Schmiedl, Markus Seidl, Klaus Temper, MobileHCI'09 Deutschland, ACM 978-1-60558-281-8.
Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Gesundheit & Soziales. In mittlerweile 14 FH-Studiengängen werden mehr als 1700 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt innerhalb der Studiengänge sowie in eigens etablierten Instituten, in denen laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden.
Kontakt FH St. Pölten:
FH-Prof. DI Grischa Schmiedl
Fachhochschule St. Pölten
Institut für Medieninformatik
Matthias Corvinus-Str. 15
3100 St. Pölten
T +43 / (0)2742 / 313 228 - 613
E grischa.schmiedl@fhstp.ac.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Campus Vienna Biocenter 2 1030 Wien T +43 / (0)1 / 505 70 44 E contact@prd.at W http://www.prd.at
Marta Korinkova | Quelle: PR&D
Weitere Informationen: www.fhstp.ac.at
www.fhstp.ac.at/ueberuns/presse/presseaussendungen
Weitere Berichte zu: Handy > Handysurfer > Handyweb > Implikation > mobile Internet > Mobilversion > Nutzungsgebühren > Nutzungsverhalten > Studienergebnis > Website
Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ein Kilogramm Fleisch so klimaschädlich wie bis zu 1600 Kilometer Autofahrt
24.05.2012 | FEWD Forschungsstelle für Ethik u. Wissenschaft im Dialog, Universität Wien
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten