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Vier von zehn Alleinerziehenden beziehen die Leistungen der Grundsicherung. Zudem benötigen sie vergleichsweise lange die staatliche Unterstützung: Innerhalb von zweieinhalb Jahren konnten nur die Hälfte der Alleinerziehenden, aber mehr als zwei Drittel der anderen Haushalte den Leistungsbezug beenden.
Alleinerziehende, die Hartz IV beziehen, sind zu rund 95 Prozent Frauen. Die jüngeren von ihnen seien gleich in mehrfacher Weise belastet, betont das Nürnberger Forschungsinstitut: Bei jungen, ledigen Alleinerziehenden mit Kleinkindern sei der Kinderbetreuungsaufwand besonders groß.
Häufig hätten die jungen Alleinerziehenden noch wenig Berufserfahrung, manchmal auch noch keine abgeschlossene Berufsausbildung. Alleinerziehende ohne Berufsausbildung verlassen den Leistungsbezug jedoch am langsamsten, zeigt die Studie. Alleinerziehende mit akademischer Ausbildung werden doppelt so schnell unabhängig.
Ist ein Kind noch jünger als drei Jahre, besteht keine Verpflichtung zur Beschäftigungsaufnahme. Trotz der Möglichkeit zur Freistellung ist jedoch nahezu jede zweite alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerin mit einem Kleinkind arbeitsuchend gemeldet. "Das spricht für eine durchaus vorhandene Arbeitsmarktnähe", sagt der IAB-Forscher Torsten Lietzmann.
Ältere, zumeist geschiedene oder getrennt lebende Betroffene mit meist älteren Kindern hätten größere Chancen, den Bezug zu beenden. Das höhere Alter der Kinder begünstige die Möglichkeit zur Arbeitsaufnahme, und eventuell wurde schon während der letzten Partnerschaft ein Wiedereinstieg ins Berufsleben vollzogen, so die IAB-Studie. Im Vergleich zu den 15- bis 20-jährigen Alleinerziehenden hätten insbesondere die 21- bis 40-Jährigen, aber auch die über 40-Jährigen bessere Chancen, aus dem Bezug von Hartz IV auszusteigen.
Die IAB-Studie steht im Internet unter http://doku.iab.de/kurzber/2009/kb1209.pdf
Wolfgang Braun | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.iab.de
doku.iab.de/kurzber/2009/kb1209.pdf
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