Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft
Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Home Fachgebiete Studien Analysen Nachricht

Twitter schadet der Moral seiner Nutzer

nächste Meldung
16.04.2009

"Überkommunikation" soll Gehirn überfordern und gleichgültig machen

Anzeige

Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook, die auf einem ständigen Kommunikationsfluss basieren, können die moralischen Einstellungen ihrer Nutzer abstumpfen.


Das behaupten Forscher der Universität von Süd-Kalifornien, die in den Plattformen eine Überforderung für das menschliche Gehirn orten. Besonders junge Menschen seien aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Ausmaßes an Kommunikation gefährdet und drohen bei ständiger Nutzung auf Dauer Schaden zu nehmen. Das ständige Erhalten neuer Nachrichten und die mögliche Vielzahl an sozialen Kontakten würden zu einer "Überkommunikation" führen. Der "moralische Kompass" im Gehirn sei von den Online-Angeboten überfordert.

Den Forschern zufolge besteht die größte Gefahr darin, dass starke Nutzer von Portalen wie Twitter oder Facebook "gegenüber menschlichem Leid gleichgültig" werden könnten. Durch die Dauerkommunikation fänden sie kaum Zeit, Emotionen zu zeigen und die Gefühle anderer Menschen zu reflektieren. Neue Ereignisse würden angesichts ihrer Fülle nicht wirklich erlebt und verarbeitet. Für das Gehirn fließe der Nachrichtenstrom dabei zu schnell, um soziale Gefühle wie Mitleid oder Bewunderung zu entwickeln. Diese seien für die Entwicklung eines Sinnes für Moral jedoch zwingend erforderlich.

Anders als für die Wahrnehmung körperlicher Schmerzen bei Mitmenschen benötige das Gehirn für soziales Empfinden bedeutend mehr Zeit als der rapide Datenfluss im Internet zulässt. Besonders das noch nicht in vollem Umfang ausgebildete Gehirn von Jugendlichen, die die Hauptzielgruppe von Social Networks bilden, sei daher für ein Abstumpfen moralischer Werte anfällig.

Darüber hinaus sind den Erkenntnissen nach reale Kontakte notwendig, um die Moral beim Menschen zu formen. Soziale Netzwerke nehmen jedoch ein hohes Maß jener Zeit in Anspruch, die bislang der Pflege von Freundschaften außerhalb des Internets zukam. Allerdings seien es nicht nur Online-Portale, die eine Störung von moralischem Empfinden bei den Usern verursachen sollen. Die Bestimmung von Gewalt und Leid über die alltägliche Medienkultur sorge für eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leiden.

Manuel Haglmüller | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.usc.edu

nächste Meldung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Early Artificial Pancreas Trials Show Benefits for Kids, Teenagers with Diabetes While Sleeping Overnight
08.02.2010 | Juvenile Diabetes Research Foundation International

nachricht Youth who self-identify as gay, lesbian or bisexual at higher suicide risk
08.02.2010 | McGill University Health Centre

Alle Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen >>>

Anzeige

B2B Suche

Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

Aktuell

Industrial Supply als neuer Marktplatz für Leichtbautechnologien

08.02.2010 | Messenachrichten

Hitzestress beeinträchtigt Produktivität im Meer

08.02.2010 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Early Artificial Pancreas Trials Show Benefits for Kids, Teenagers with Diabetes While Sleeping Overnight

08.02.2010 | Studien Analysen

Innovations Report TV
Reportagen, Interviews und
Video-Highlights auf:

www.innovations-report.tv

... in Kooperation mit
Science-TV & Inventions-TV
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>

Veranstaltungen

Banken setzen auf mehr persönliche Beratung

08.02.2010 | Veranstaltungsnachrichten

Casual Connect Europe 2010

08.02.2010 | Veranstaltungsnachrichten

Spurenstoffe im Wasserkreislauf

08.02.2010 | Veranstaltungsnachrichten

Live-Mitschnitte, Interviews und Hintergründe von den Meinungs-
führern aus Politik und Wirtschaft jetzt auf www.euroforum.tv

FindAndHelp