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Münchener Wissenschaftler suchen im Rahmen eines EU-weiten Forschungsprojekts erneut Allergiker oder Asthmatiker aller Altersgruppen, die ab sofort ihre Symptome in einem Online-Tagebuch eintragen.
„Der Gräserpollenflug hat gerade begonnen, deshalb suchen wir jetzt Betroffene, die sich für die Studie registrieren lassen“, so Projektleiter Prof. Dr. Jeroen Buters. Wie auch während der Birkenpollensaison wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob die Beschwerden mit der Menge der Gräserpollen korrelieren, oder mit deren Allergengehalt. Vor allem der Allergengehalt der Pollen unterliegt starken Schwankungen. Die Teilnahme ist kostenlos und bedarf nur einer kurzen Registrierung auf der Seite des Symptom-Tagebuchs*. Danach beträgt der Aufwand etwa eine halbe Minute pro Tag.
Die Ergebnisse könnten weitreichende Konsequenzen haben. So wird für die bisherigen Pollenflugkalender nur die Anzahl der Pollen in der Luft gemessen. Bestätigt sich jedoch die Vermutung der Wissenschaftler, könnte sich dies als irrelevante Messgröße entpuppen. Dann wäre es nötig, Geräte anzuschaffen, die zukünftig den Allergengehalt der Pollen bestimmen.
Auch für Betroffene lohnt sich die Teilnahme an der Studie: Das Tagebuch vergleicht die eingegebenen Daten mit den derzeit fliegenden Pollen und stellt die Ergebnisse auf Knopfdruck grafisch dar. Dies kann helfen herauszufinden, auf welche und wie viele Pollen man reagiert. Patienten, die sich bereits in Therapie befinden, können überprüfen, ob die Behandlung bei ihnen anschlägt.
Weitere Informationen
Pollensymptomtagebuch:
http://*www.hialine.eu/en/pollentagebuch.php
Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM)
http://www.zaum-online.de
Munich Allergy Research Center:
http://www.marc-allergy.de
Hintergrund
Gräserpollen stellen nach Hausstaubmilben die zweitwichtigste Gruppe von Allergenen dar. Birkenpollen liegen auf Platz vier. Eine frühere Studie zeigte, dass der Allergengehalt von Birkenpollen um das bis zu Zehnfache schwankt.
Original-Publikation:
Buters, J. et al. (2010): The allergen Bet v 1 in fractions of ambient air deviates from birch pollen counts. – Allergy. First published online: 4 FEB 2010 (DOI: 10.1111/j.1398-9995.2009.02286.x)
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1398-9995.2009.02286.x/abstract;jsessionid=4B3AD47E5724864B5BC7C7C38272F892.d01t02
Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit etwa 31.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben.
Das Zentrum Allergie und Umwelt (Leitung: Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber) in München ist eine gemeinsame Einrichtung von Helmholtz Zentrum München und Technischer Universität München. Die in der deutschen Forschungslandschaft einzigartige Kooperation dient der fachübergreifenden Grundlagenforschung und Verknüpfung mit Klinik und klinischen Studien. Durch diesen translationalen Ansatz lassen sich Erkenntnisse über molekulare Entstehungsmechanismen von Allergien in Maßnahmen zu ihrer Vorbeugung und Therapie umsetzen. Die Entwicklung wirksamer, individuell zugeschnittener Therapien ermöglicht betroffenen Patienten eine bessere Versorgung.http://www.zaum-online.de
Ansprechpartner für die Medien
Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg . Tel.: 089-3187-3946. Fax 089-3187-3324. E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de
Fachlicher Ansprechpartner
Prof. Dr. Jeroen Buters, Helmholtz Zentrum München und Technische Universität München Zentrum Allergie und Umwelt E-Mail: buters@lrz.tu-muenchen.de
Susanne Eichacker | Quelle: Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen: www.helmholtz-muenchen.de
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