Anzeige
An rund 3.500 Patientinnen untersucht die Studie in der dritten und letzten Testphase die Effektivität weniger belastender Chemotherapieregime und zum weltweit ersten Mal die hormonelle Krebsbehandlung auf der Grundlage eines Befundes von zirkulierenden Tumorzellen im Blut.
Die Studie schließt außerdem eine wissenschaftliche Analyse des Einflusses eines "gesunden Lebensstils" auf die Prognose von Brustkrebspatientinnen ein, über den immer wieder spekuliert wird.
Sollte sich der vermutete positive Einfluss solcher Lifestyle-Faktoren bestätigen, gäbe es für betroffene Patientinnen die aktive Möglichkeit, ihre Prognose zu verbessern.
Die Brustkrebstherapie besteht grundsätzlich aus drei Säulen: der Operation, der medikamentösen Behandlung- und der Strahlentherapie. Zusätzlich dazu prüft SUCCESS C über den Zeitraum von zwei Jahren nach abgeschlossener Chemotherapie den Einfluss einer Normalisierung des Körpergewichtes durch entsprechende Diät und körperliche Aktivität. Dazu ernähren sich die Patientinnen nach einem festgelegten Diätplan und bekommen regelmäßige Unterstützung durch einen persönlichen Coach. Eine Kontrollgruppe erhält lediglich minimale Ernährungsberatung und Informationsmaterial. Prof. Dr. Wolfgang Janni, verantwortlich für die Studie, erläutert: "Wir kennen aus anderen Studien erhöhtes Körpergewicht als potentiellen Risikofaktor für Brustkrebserkrankungen nach den Wechseljahren. Körperliche Aktivität hingegen scheint einen maßgeblichen positiven Effekt zu haben. Die zu diesen Punkten existierenden, teilweise widersprüchlichen Daten erfordern eine tiefer reichende wissenschaftliche Klärung."
Die Chemotherapien, die im Rahmen der Studie klinisch geprüft werden, sollen gleiche Wirksamkeit bei weniger Belastung garantieren. Es gibt deutliche Hinweise, dass die größte Gruppe der Brustkrebserkrankungen, sog. Her2/neu negative Mammakarzinome, nicht von einer Chemotherapie mit der Medikamentengruppe der Anthracycline profitieren. Diese ansonsten höchst wirksamen Medikamente bringen erhebliche, vor allem herzschädigende Nebenwirkungen mit sich. SUCCESS C untersucht die Effektivität anderer Zytostatika, die Her2/neu-negativen Patientinnen solch schwere dauerhafte Nebenwirkungen ersparen könnten.
Die Studie läuft bis zum Jahr 2011 und birgt für die teilnehmenden Patientinnen viele Vorteile. Dr. Carolin Nestle-Krämling, Leiterin des Brustzentrums der Uniklinik resümiert: "Die Brustkrebstherapie wird immer zielgenauer und immer individualisierter. Das ist auch nötig, weil sich die Erkrankungen in vielen Faktoren unterscheiden. Wir bieten unseren Patientinnen, wenn sie die Studienvoraussetzungen erfüllen, die Teilnahme an der Studie an."
Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Janni, Direktor der Universitäts-Frauenklinik Düsseldorf, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-17501
Susanne Dopheide | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uniklinik-duesseldorf.de
Weitere Berichte zu: Anthracycline > Brustkrebserkrankung > Brustkrebstherapie > Chemotherapie > Chemotherapieregime > Her2/neu negative Mammakarzinome > hormonelle Krebsbehandlung > Körpergewicht > körperliche Aktivität > Lifestyle-Faktoren > Nebenwirkung > Normalisierung des Körpergewichtes > Strahlentherapie > Success > zirkulierende Tumorzellen > Zytostatika
Study finds southern Indian Ocean humpbacks singing different tunes
02.02.2012 | Wildlife Conservation Society
Berechnungen der Ölexporteure gehen 2012 von einem Anstieg der Ölpreise um mehr als 15 Prozent aus
02.02.2012 | Roland Berger Strategy Consultants
Durch Verwendung viraler Vektoren können mittels RNAi Genfunktionen in Insekten innerhalb kurzer Zeit studiert werden
Gelbe Biotechnologie ist die Biotechnologie mit Insekten, analog zur grünen (Pflanze) und roten (Tiere) Biotechnologie. Wirkstoffe oder Gene aus Insekten werden charakterisiert und können für die Forschung oder die Anwendung in Landwirtschaft oder Medizin eingesetzt werden.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, verwenden jetzt ein Verfahren, mit dem sie die ...
Optomechanische Interaktionen
Vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende stellen ein mikroskopisches System vor, das Licht in mechanische Schwingung und umgekehrt umwandeln kann. Diese Interaktion ist so stark, dass damit die Bewegung des Oszillators auf einer quantenmechanischen Ebene beeinflussbar wird.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass die Bewegung von Gegenständen letztlich ...
Matschige Tomaten, braune Bananen und überreife Kirschen – die Abfälle von Großmärkten sind bisher bestenfalls auf dem Kompost gelandet. Künftig sollen sie besser genutzt werden: In einer neu entwickelten Anlage lassen sie sich vergären. Dabei entsteht Methan, das als Kraftstoff Autos antreiben kann.
Lässt der Autofahrer am Zapfhahn Erdgas in den Tank strömen statt Benzin oder Diesel, fährt er günstiger und umweltbewusster: Der Treibstoff schont das Portemonnaie, die Auspuffgase enthalten weniger Kohlenstoffdioxid und kaum Rußpartikel. Zunehmend rüsten Autofahrer daher ihre Otto-Motoren für den Erdgas-Betrieb um. Erdgas gehört jedoch ebenso wie Erdöl zu den ...
Mechanismen bei der Dotierung organischer Halbleiter geklärt
Das Dotieren anorganischer Halbleiter stellt die zentrale Grundlage der modernen Elektronik dar. Dabei werden Halbleitermaterialien, wie beispielsweise Silizium, kontrolliert mit Fremdatomen verunreinigt, wodurch sich die Leitfähigkeit präzise einstellen lässt.
Seit einigen Jahren wird die sogenannte organische Elektronik als zukunftsweisende Technologie entwickelt. Hier werden organische Moleküle und Polymere als Halbleiter verwendet.
...
Sie reinigen, inspizieren und suchen nach Katastrophenopfern – mobile Roboter sind vielseitig einsetzbar.
Doch oft ist keine Karte verfügbar, die ihnen den Weg durch unbekanntes Gelände weist. Ein neuer mobiler Roboter erkundet autonom fremde Umgebungen und kartiert sie. Eine Algorithmen-Toolbox macht’s möglich.
Industrieroboter sind seit Jahren in der Arbeitswelt etabliert – etwa in der Automobil- oder der Hausgerätefertigung verrichten sie zuverlässig ihren Dienst am ...
Anzeige
Anzeige

Wissenschaftler entdecken möglicherweise bewohnbare Super-Erde
02.02.2012 | Physik Astronomie
Study finds southern Indian Ocean humpbacks singing different tunes
02.02.2012 | Studien Analysen
Forscher in Heidelberg untersuchen intrazellulären Transport
02.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Das Kleinkraftwerk im eigenen Keller
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
1. Augsburger Technologietransfer-Kongress
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten