Anzeige
In den ostdeutschen Bundesländern bahnt sich eine Fachkräftelücke an, und es erscheint notwendig, dass möglichst viele Fachkräfte nach ihrem Studienabschluss in den ostdeutschen Regionen gehalten werden. Die vorliegende Untersuchung erfasst und systematisiert Aktivitäten ostdeutscher Hochschulen, Verbände sowie Industrie- und Handelskammern zur Bildung und Bindung von Fachkräften bereits während des Studiums.
Schon jetzt ist in einigen Beschäftigungssektoren ein deutlicher Fachkräftemangel spürbar, der sich in den kommenden Jahren vor allem in den ostdeutschen Bundesländern noch verstärken wird. Der Rentenübertritt der Transformationsgeneration innerhalb eines Zeitfensters von 15 Jahren fällt dort mit einer geringeren Studienneigung der Gymnasiasten, den Folgen des Geburtenknicks nach 1990 und einer anhaltenden Ost-West-Mobilität bildungs- und aufstiegsorientierter junger Menschen zusammen. Dies gefährdet den Generationsübergang in Unternehmen und anderen Arbeitgebern und kann damit die wirtschaftliche Entwicklung bremsen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig, dass möglichst viele der an den ostdeutschen Hochschulen ausgebildeten Fachkräfte nach ihrem Studienabschluss in den ostdeutschen Regionen gehalten werden. Strategien zur Bindung von Fachkräften müssen einsetzen, BEVOR sich ein Abwanderungswunsch herausgebildet und ggf. verfestigt hat. Dies ist schon in einem frühen Stadium des Studiums der Fall. Die Hochschulen allein sind mit der Entwicklung und Umsetzung von Bindungsstrategien organisatorisch und inhaltlich überfordert. Sie benötigen hierfür Kontakte und Partnerschaften mit der regionalen Wirtschaft und anderen Arbeitgebern.
In die vorliegende Untersuchung wurden 46 ostdeutsche Hochschulen (incl. der einschlägigen Aktivitäten ihrer Studierendenschaften), 15 Industrie- und Handelskammern, 22 Verbände bzw. Initiativen und sechs Landesregierungen einbezogen. Eine Totalerhebung ergab 310 in Ostdeutschland laufende lehr- und studienbezogene Hochschule-Praxis-Projekte. Diese wurden hinsichtlich der regionalen Aktivitätsdichte, ihrer Studienfachbindung, der regionalen Promotoren sowie der Risiko- und Erfolgsfaktoren ausgewertet. Zudem ließen sich 23 netzwerkförmige Kooperationsverdichtungen identifizieren. Zwei Fokusregionen (Jena-Weimar und Cottbus-Spree-Neiße) wurden exemplarischen Tiefenanalysen
unterzogen. Ebenso finden sich vier Good-Practice-Beispiele ausführlicher dargestellt. Im Ergebnis der Analysen werden Handlungsempfehlungen zum systematischen Aufbau von Hochschule-Praxis-Netzwerken formuliert.
Peer Pasternack / Roland Bloch / Daniel Hechler / Henning Schulze: Fachkräfte bilden und binden. Lehre und Studium im Kontakt zur beruflichen Praxis in Ostdeutschland (HoF-Arbeitsbericht 4'08). Wittenberg 2008, 137 S.; http://www.hof.uni-halle.de/cms/download.php?id=148;
Ein online verfügbarer Anhang enthält eine Gesamtübersicht sämtlicher recherchierter Aktivitäten und umfasst 31 Seiten: http://www.hof.uni-halle.de/cms/download.php?id=142
Eine gedruckte Version kann beim Institut für Hochschulforschung bestellt werden:
Telefon: 03491/466-254
Telefax: 03491/466-255
institut@hof.uni-halle.de
Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Roland Bloch (roland.bloch@hof.uni-halle.de, 03491 466 246)
HoF Wittenberg | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hof.uni-halle.de/cms/download.php?id=148
www.hof.uni-halle.de/index,id,2.html#309
Weitere Berichte zu: Beschäftigungssektoren > Bindungsstrategien > Fachkraft > Fachkraftmangel > Fachkräftelücke > Handelskammer > Rentenübertritt > Studienabschluss
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Internet-Therapie hilft bei quälendem Tinnitus
09.02.2012 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten