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Staphylococcus aureus ist ein bakterieller Krankheitserreger, der weit verbreitet ist. Viele Menschen tragen den Keim in sich, ohne dass sie erkranken.
In den 1970er Jahren wurden erstmals gegen das Antibiotikum Methicillin resistente Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA) nachgewiesen, die sich seitdem überall verbreitet haben. Menschen infizieren sich häufig in Krankenhäusern mit diesem bakteriellen Erreger.
Eine aktuelle Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt auch frühere Untersuchungen in Deutschland, dass dieser Keim vor allem in Zuchtschweinebeständen weit verbreitet ist. Die Studie wurde in 24 Mitgliedstaaten durchgeführt, in 17 Ländern konnte der Keim in Zuchtschweinebeständen nachgewiesen werden. Dabei wurden in einzelnen Sauenbeständen auch mehrere Typen von MRSA gefunden. Der am häufigsten vorkommende Stamm war MRSA ST398.
Dieser Stamm stellt ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar, vor allem für Landwirte, Tierärzte, Schlachthofpersonal und deren Familienangehörige und andere Personen, die viel mit Nutztieren zu tun haben. Obwohl dieser Typ bisher bei Mensch und Tier nur sehr selten zu Erkrankungen geführt hat, empfiehlt die Krankenhaushygiene-Kommission beim Robert Koch-Institut vorsorglich, diesen Personenkreis bei Aufnahme in Krankenhäuser auf MRSA ST398 hin zu untersuchen. Bisher spielt dieser Stamm laut EFSA für die Verbreitung in Krankenhäusern eine geringere Rolle als andere MRSA-Typen, mit denen Menschen infiziert sein können.
Auch im Fleisch von Nutztieren kann der Keim vorkommen. Das Risiko, sich über Lebensmittel mit MRSA zu infizieren, schätzen das Bundesinstitut für Risikobewertung und die EFSA aber als sehr gering ein. Fleisch sollte unter Berücksichtigung besonderer Küchenhygiene verarbeitet werden und sowieso nur durcherhitzt verzehrt werden, um mögliche Krankheitserreger zu inaktivieren.
Weitere Informationen:
www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753812_1211903070258.htm
Grundlagenstudie zur Erhebung der Prävalenz von MRSA in Zuchtschweinebeständen vorgelegt (Stellungnahme Nr. 044/2009 des BfR vom 25.03.2009)
Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
Weitere Informationen: www.aid.de
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