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Sport trägt dazu bei, dass Zigaretten ihren Reiz verlieren. Das berichten Forscher der University of Exeter in der Fachzeitschrift Addiction. Sie konnten zeigen, dass Raucher schon nach einer kurzen Trainingseinheit weniger auf Bilder reagieren, die sie sonst zum Rauchen motivieren. Regelmäßiger Sport kann somit eine Raucherentwöhnung positiv unterstützen, so der Vorschlag der Wissenschaftler.
Die Forscher überprüften das an 20 mäßig starken Rauchern, die vor dem Versuch 15 Stunden lang abstinent waren. Sie zeigten ihnen Bildern von Zigaretten oder rauchenden Personen gemeinsam mit anderen, "neutralen" Darstellungen und registrierten durch ihre Augenbewegungen, wie lange sie die jeweiligen Bilder betrachteten und wie schnell ihr Blick auf die Reizbilder sprang. Den Test wiederholte man, nachdem sich die Versuchspersonen eine Viertelstunde bewegt hatten - etwa auf dem Fahrrad oder durch schnelles Gehen.
Bereits wenig Bewegung hilft
Das Training zeigte deutliche Effekte. Nach der Sporteinheit war die Zeit, die Versuchspersonen auf die Rauchbilder schauten, um elf Prozent kürzer, zudem dauerte es auch länger, bis sie auf neue Zigarettenbilder reagierten. "Es ist interessant, dass schon eine kurze Trainingseinheit die Wirkung solcher Bilder verringern kann", so Forschungsleiterin Kate Janse van Rensburg.
Wichtig sei diese Beobachtung insofern, da Bemühungen von Rauchern, ihrer Gewohnheit zu entkommen, häufig durch Reize der Umwelt erschwert werden. "Wenn es auch keine Zigarettenwerbung mehr gibt, haben auch die Darstellung von rauchenden Menschen im Fernsehen, auf Fotos oder in der direkten Umgebung einen Einfluss. Es ist bewiesen, dass auf diese Weise eine Entwöhnung schwerer fällt", betont die Forscherin.
Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.exeter.ac.uk
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