Anzeige
Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) untersuchten die Forscher die Gehirnaktivierung einer Gruppe von Männern, die starke Tendenzen zur Kaufsucht aufwiesen. Aufgabe der Teilnehmer war es, verschiedene Markenlogos bezüglich ihrer Attraktivität zu beurteilen. Während sie diese Aufgabe absolvierten, wurde ihre Gehirnaktivierung mit dem fMRI-Hirnscanner gemessen.
Als Kontrollgruppe fungierten Männer, die keine Tendenzen zu Kaufsucht zeigten. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass diejenigen Männer, die sich in der Gruppe der potentiell Kaufsüchtigen befanden, deutlich stärkere neurale Aktivitäten in den Gehirnarealen des Belohnungssystems aufwiesen. Sie reagierten mit erhöhter emotionaler Erregung und Belohnungserwartungen auf die gezeigten Marken. Diese Reaktionen erfolgten in den gleichen Hirnbereichen, die auch eine zentrale Rolle bei anderen Suchtverhalten spielen.
„Mit unserer Studie konnten wir erstmals nachweisen, dass Kaufsucht kein reines Frauenproblem ist. Männer sind davon stärker betroffen als allgemein vermutet“, erklärt Professor Dr. Peter Kenning, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing an der ZU, das Ergebnis. Bisherige Studien in Deutschland gingen davon aus, dass besonders Frauen anfällig seien für Kaufsucht.
In einer zweiten Studie außerhalb des Scanners konnten die Wissenschaftler ihre Annahmen stützen. Sie fanden heraus, dass die Probanden in der Gruppe der kaufsüchtigen Männer oftmals auch finanzielle Problemen hatten. „Männer, die starke positive Assoziationen mit Marken haben, scheinen zugleich öfter über ihre Verhältnisse zu leben“, stellen die Projektleiter Marco und Mirja Hubert fest, „die Ergebnisse legen nahe, dass attraktive Marken Männer zum Kauf verführen, obwohl ihre finanzielle Situation es eigentlich nicht zulässt.“
Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Kaufsucht ein Männer wie Frauen gleichermaßen betreffendes Phänomen ist. „Gerade mit impliziten und neurowissenschaftlichen Methoden, die unbewusste Prozesse sichtbar machen können, konnten wir zeigen, dass auch Männer unter dieser ernstzunehmenden Krankheit leiden, die oftmals mit erheblichen negativen finanziellen und sozialen Konsequenzen einhergeht“, resümiert Professor Peter Kenning.
Rainer Böhme | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.zeppelin-university.de
Weitere Berichte zu: Gehirnaktivierung > Kaufsucht > Suchtverhalten > Tendenzen
Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ein Kilogramm Fleisch so klimaschädlich wie bis zu 1600 Kilometer Autofahrt
24.05.2012 | FEWD Forschungsstelle für Ethik u. Wissenschaft im Dialog, Universität Wien
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten