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Jung und Alt im Stresstest: RUB-Studie zur Leistungsfähigkeit älterer Menschen

27.01.2012
Forscher suchen Probanden zwischen 60 und 75 Jahren

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Sind ältere Menschen stressanfälliger als junge oder lassen sie sich dank ihrer Erfahrung weniger leicht aus der Ruhe bringen? Spätestens mit Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre gewinnt diese Frage an Bedeutung.


Forscher am RUB-Lehrstuhl für Kognitionspsychologie wollen sie jetzt mit Hilfe einer Studie beantworten. Dafür suchen sie gesunde männliche Nichtraucher zwischen 60 und 75 Jahren, die sich zweieinhalb Stunden Zeit nehmen um die Forschung zu unterstützen. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro. Interessenten können sich bei Dr. Daniela Schoofs melden: daniela.schoofs@rub.de, Tel. 0234/32-29233 (14-18 Uhr).

Arbeiten bis ins hohe Alter belastet

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter und auch der Ausstieg aus dem Berufsleben verlagert sich zunehmend ins höhere Lebensalter. Während auf der einen Seite Unternehmen von der Expertise und dem Wissen langjähriger Mitarbeiter profitieren können, bedeutet die längere Lebensarbeitszeit für die Arbeitnehmer, dass sie bis ins hohe Lebensalter den Anforderungen und damit einhergehenden Belastungen des Berufslebens ausgesetzt sind.

Im Anbetracht dieser gesellschaftlichen Entwicklung erstaunt es, dass bisher nur wenig über die Auswirkungen alltäglicher Stresssituationen auf die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen bekannt ist. Ist hier die jüngere Generation tatsächlich im Vorteil oder profitieren ältere Menschen von ihrer größeren Erfahrung mit stressvollen Ereignissen?

Reaktionsaufgaben nach anspruchsvollem Gespräch

Um das herauszufinden, testen die Forscher um Prof. Dr. Oliver Wolf junge und ältere Probanden nach einer anspruchsvolleren Gesprächssituation in verschiedenen Reaktionszeitaufgaben. Gleichzeitig erfassen sie die Verarbeitungsprozesse im Gehirn mit Hilfe eines EEG-Systems (Elektroenzephalogramm). Diese Untersuchung der Gehirnaktivität ist völlig schmerzfrei und gesundheitlich unbedenklich.

Weitere Informationen

Dr. Daniela Schoofs, Lehrstuhl für Kognitionspsychologie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-29233, E-Mail: daniela.schoofs@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ruhr-uni-bochum.de

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