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Ein Impfstoff könnte die Anzahl der Tuberkulose-Opfer bei HIV-positiven Afrikanern um fast zwei Fünftel verringern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Dartmouth Medical School gekommen. Die Infektion der Lungen ist laut BBC die am meisten verbreitete Todesursache bei HIV-Patienten auf dem Kontinent. Das Fachmagazin Aids berichtet, dass an der aktuellen Studie 2.000 Menschen teilgenommen haben.
Bei mit BCG geimpften Patienten ist es zu deutlich weniger Tuberkulose-Erkrankungen gekommen. Dieser Impfstoff könnte zumindest theoretisch eine billigere Alternative für jene Länder sein, die bei der Beschaffung von zusätzlichen Mitteln für HIV-Medikamenten Probleme haben.
Anfällig für Tuberkulose
HIV-Patienten sind besonders anfällig für Tuberkulose, da sie ein schwaches Immunsystem haben. Die Wirksamkeit des Impfstoffs beruht auf der Verstärkung der Immunreaktionen bei Patienten, die ihn bereits in der Vergangenheit einmal erhalten haben. Der Impfstoff selbst könnte einen Schutz gegen Tuberkulose bieten. Das ist jedoch alles andere als sicher und der Schutz könnte nach der Immunisierung nur wenige Jahre gegeben sein.
Das Team um Ford von Reyn testete den Impfstoff in Tansania bei HIV-positiven Patienten über einen Zeitraum von sieben Jahren. Die Anzahl der bestätigten TB-Erkrankungen war bei den Geimpften um 39 Prozent niedriger. Von Reyn bezeichnete diese Ergebnisse als einen "wichtigen Meilenstein". Eine Theorie geht jetzt davon aus, dass Patienten direkt nach der Diagnose mit HIV geimpft werden sollten, also noch bevor antiretrovirale Medikamente notwendig sind.
Antiretrovirale Medikamente früher einsetzen
Alvaro Bermejo, geschäftsführender Direktor der HIV/Aids Alliance, http://www.aidsalliance.org argumentierte, dass eine andere Möglichkeit Tuberkulose-Erkrankungen bei HIV-Patienten zu behandeln, darin bestehen könnte, die antiretroviralen Medikamente früher zu verabreichen. Das wäre allerdings im Vergleich mit den Impfungen die kostenintensivere Alternative. Bermejo betonte, dass Tuberkulose bei HIV-Infektionen ein massives Problem sei. "Ein Drittel der HIV-Patienten in Afrika ist infiziert."
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: dms.dartmouth.edu
journals.lww.com/aidsonline/pages/default.aspx
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