Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Gene entscheiden frühes Einsetzen der Pubertät

22.11.2010
Fettstoffwechsel bestimmt Zeitpunkt entscheidend mit

Anzeige

Mindestens 30 Gene steuern den Zeitpunkt, wann Mädchen die Pubertät erreichen.


Ein Team amerikanischer, europäischer und australischer Wissenschaftler hat den genetischen Code von mehr als 100.000 Frauen untersucht. In Großbritannien sind bei Mädchen mit zehn Jahren bereits die ersten Anzeichen der Pubertät festzustellen.

Experten wie Anthony Swerdlow vom Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk gehen laut laut BBC davon aus, dass eine früh einsetzende Pubertät mit einem erhöhten Risiko einer Krebserkrankung in Zusammenhang steht.

Erklärungen

Warum Mädchen heute mehrere Jahre früher als noch vor einem Jahrhundert in die Pubertät kommen, können die Wissenschaftler heute noch nicht genau erklären. Manche gehen davon aus, dass es eine Verbindung zur Fettsucht gibt. Die aktuellen Studienergebnisse scheinen diese Annahme zu bestärken. Von den 30 identifizierten Genen wurden einige bereits in der Vergangenheit mit dem Fettstoffwechsel und der Kontrolle des Gewichts in Zusammenhang gebracht.

Es ist jedoch noch immer nicht klar, ob Übergewicht oder Fettsucht in der Kindheit selbst das frühe Einsetzen der Pubertät verursachen oder nur die Auswirkungen eines ganz anderen Mechanismus sind.

Übergewicht

Zusätzlich gibt die Studie keinen Aufschluss darüber, wie viel des Risikos auf die Gene zurückzuführen ist und welche Rolle Umweltfaktoren wie Ernährung und Erziehung spielen. Ken Ong von der MRC Epidemiology Unit, http://www.mrc-epid.cam.ac.uk einer der Autoren der Studie, erklärte, dass bekannt sei, dass übergewichtige Mädchen eher früher in die Pubertät kommen. Sind immer mehr Mädchen fettsüchtig, werden auch immer mehr Mädchen davon betroffen sein.

Anna Murray von der University of Exeter http://www.exeter.ac.uk ergänzte, dass größere Fettreserven dem Körper signalisieren könnten, dass er über die Ressourcen verfügt zur Frau zu werden. Es zeigte sich, dass das Einsetzen der Pubertät mit den Stoffwechselwegen der Fettsäuren zusammenhängt. Es gebe Hinweise darauf, dass das Gehirn diese Arten von Körperfetten erkennen kann.

Krebsrisiko erhöht

Abgesehen von der Verwirrung, die die frühe Pubertät bei den betroffenen Mädchen auslöst, bringt sie auch ein höheres Krebsrisiko bei frauenspezifischen Krebsarten - vor allem bei Brustkrebs - mit sich. Swerdlow nimmt an, dass dafür eine längere Aktivität von Sexualhormonen wie Östrogen verantwortlich sein könnte.

Gute Ernährung und viel Bewegung in der Kindheit oder ihr Fehlen könnten Jahrzehnte später für die Gesundheit von entscheidender Bedeutung sein. Es gibt laut den Wissenschaftlern immer mehr Hinweise darauf, dass das Risiko zumindest bei Brustkrebs sehr früh einsetzt, vielleicht sogar vor der Pubertät.

Details der Studie des ReproGen Consortium wurden in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlicht.

Michaela Monschein | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.icr.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

nachricht Ein Kilogramm Fleisch so klimaschädlich wie bis zu 1600 Kilometer Autofahrt
24.05.2012 | FEWD Forschungsstelle für Ethik u. Wissenschaft im Dialog, Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp