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Frauen dürften unter Gelenkrheumatismus mehr leiden als Männer. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Jyväskylä Central Hospital gekommen.
Demnach berichteten Patientinnen, dass sie mehr Symptome wie Schmerzen und Müdigkeit erleben, wenn sie im gleichen Krankheitsstadium wie Männer sind. Das Team um Tuulikki Sokka geht davon aus, dass diese Erfahrungen mit der Körperkraft zu tun haben. Frauen sind von Natur aus schwächer und dürften daher auch die Belastung stärker spüren. Details der Studie mit mehr als 6.000 Patienten aus 25 Ländern wurden im Fachmagazin Arthritis Research and Therapy veröffentlicht.
Es ist bereits bekannt, dass die Krankheit bei Frauen weiter verbreitet ist als bei Männern. Mehr als 70 Prozent der Betroffenen sind laut BBC Frauen. Für die aktuelle Studie wurden Frauen und Männer ersucht, Fragebögen über ihre Erkrankung auszufüllen. Zusätzlich wurden Röntgenaufnahmen gemacht und Bluttests durchgeführt, um herauszufinden wie fortgeschritten der Gelenkrheumatismus bereits war.
Tuulikki Sokka erläuterte, dass die Stadien bei Männern und Frauen ungefähr gleich zu sein scheinen. Die Symptome an den Gelenken scheinen aber bei Frauen schlimmer zu sein. Problematisch sei jedoch, dass die einzige Möglichkeit der Überprüfung Röntgenbilder seien, die nur die Schädigung feststellten.
"Die Röntgenbilder sind für die alltägliche Arbeit im Krankenhaus kein sehr geeignetes Hilfsmittel. Wir müssen uns daher auf das verlassen, was die Patienten uns sagen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Patientinnen von schwereren Symptomen berichten." Sokka glaubt, dass die geringere Körperkraft der Frauen dafür verantwortlich ist. Diese Erfahrungen stammten vor allem von älteren Frauen, deren Muskelmasse kontinuierlich abnimmt. Es wäre auch denkbar, dass Frauen leichter zugeben, dass es ihnen schlecht geht. Möglich wäre auch, dass Männer Schmerzen leichter aushalten. Hormone könnten ebenfalls eine Rolle spielen.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.tuulikkisokka.fi
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