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Liebe kann weh tun, das wissen nicht nur die Verfasser von Songtexten. Sie könnte laut Wissenschaftlern der Stanford University auch helfen Schmerzen zu lindern. Gehirn-Scans haben nun sichtbar gemacht, dass viele Bereiche, die normalerweise bei Reaktionen auf Schmerzen aktiv sind, auch beim Erleben von Gefühlen der Liebe eine Rolle spielen. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin PLoS One veröffentlicht.
Dopamin löst Reaktion aus
Das Team um Jarred Younger verursachte bei 15 Studenten leichte Schmerzen und überprüfte, ob das Ansehen von geliebten Menschen sie von ihrem Zustand ablenkte. Die Untersuchung konzentrierte sich dabei vor allem auf Menschen, die am Anfang einer Beziehung standen. Es könnte daher sein, dass dieser Effekt mit der Zeit nachlässt.
Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) wurde die Gehirnaktivität in verschiedenen Bereichen in Echtzeit gemessen. Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass starke Liebesgefühle mit intensiver Aktivität in verschiedenen Gehirnbereichen in Zusammenhang stehen. Dazu gehören Bereiche, die ihrerseits mit der Chemikalie Dopamin in Verbindung gebracht werden. Diese ist dafür verantwortlich, dass das Gehirn zum Beispiel positiv auf Süßigkeiten oder Kokain reagiert.
Gehirn macht sich selbst schmerzfrei
Die Studenten wurden gebeten, ein Foto eines geliebten Menschen und eines von einem ähnlich attraktiven Bekannten mitzubringen. Es zeigte sich, dass das Foto des nahestehenden Menschen die Wahrnehmung des Schmerzes deutlich mehr verzögerte. Younger hat laut BBC erklärt, dass die durch Liebe verursachte Schmerzfreiheit mit primitiveren Funktionen des Gehirns verknüpft zu sein scheint.
Dieser Mechanismus funktioniert ähnlich wie bei Schmerzmitteln, die auf Opiaten basieren. Einer der entscheidenden Gehirnbereiche ist der Nucleus accumbens, der auch beim Konsum von Drogen und den Reaktionen auf Opiate oder Kokain eine sehr aktive Rolle spielt. "Diese Hirnregion sagt dem Gehirn, dass es wirklich wichtig ist, damit weiterzumachen."
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: stanford.edu
plosone.org
Weitere Berichte zu: Dopamin > fMRI > funktionelle Magnetresonanztomographie > Gehirn-Scan > Gehirnaktivität > Hirnareale > Kokain > Opiat > PLoS One
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