Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Fernsehen am Abend kürzt den Schlaf

09.06.2009
Neue Erkenntnisse zur Bedeutung von ausreichender Schlafdauer

Anzeige

Wer vor dem Zubettgehen häufig fern sieht, schläft in der Regel kürzer. Das ist eine der neuen Erkenntnisse, die diese Woche auf der 23. Jahrestagung der US-Schlafforscher präsentiert werden. Auswirkungen von zu wenig Schlaf sind wie üblich die Hauptthema des Kongresses.


Ständiger Schlafmangel reduziert den Forschungen zufolge den Appetit, macht jedoch dick. Längerer Schlaf kommt hingegen der Stimmung zugute und bringt auch einen Vorteil für die sportliche Leistung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090608025/). Allzu langes Schlafen gefährdet jedoch den Zuckerhaushalt des Körpers.

Den Einfluss des Fernsehens am Abend nahmen Forscher der School of Medicine der University of Philadelphia unter die Lupe. Drei Jahre lang erhoben sie, wie 21.000 Erwachsene die zwei letzten Stunden vor dem Zubettgehen verbrachten. Das Fernsehen ist die bei weitem beliebteste Tätigkeit in dieser Tagesphase. Die Forscher stellten fest, dass das Fernsehen viele zum längeren Wachbleiben verleitet, ohne dass jedoch der Wecker frühmorgens später gestellt wird. Dem Körper wird somit Schlafenszeit entzogen, was auf Dauer nachweislich tagsüber die Aufmerksamkeit senkt und ein Gesundheitsrisiko darstellt. Weniger Fernsehen am Abend tut somit Körper und Psyche gut, so die Schlussfolgerung des Studienautors Mathias Basner.

Was zu wenig Schlaf bewirken kann, zeigen Forscher der University of South Australia http://www.unisa.edu.au . Sie erhoben bei einer Schlaflabor-Untersuchung von 100 Erwachsenen, dass mehrere Nächte ohne ausreichend Schlaf den Appetit und auch die tatsächliche Nahrungsaufnahme verringern. Trotzdem stieg bei den Versuchsteilnehmern, denen man in den elf Tagen der Untersuchung wenig Schlaf gönnte, das Körpergewicht um durchschnittlich 1,30 Kilogramm. Studienleiter Siobhan Banks empfiehlt daher, nach nur kurzer Schlafdauer lieber öfters kleine Zwischenmahlzeiten mit wenig Fett und Zucker einzulegen.

Doch nicht alle Ergebnisse fallen zugunsten der Langschläfer aus. Wer regelmäßig länger als acht Stunden schläft, hat nämlich auch höheres Risiko einer Diabetes-Erkrankung. Dasselbe gilt auch für Menschen, die oft weniger als fünf Stunden im Bett verbringen. Grund dafür sind die Probleme des Zuckerstoffwechsels im Umgang mit den Schlafgewohnheiten. Extremer Kurzschlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit, bei vorliegenden Risikofaktoren an Diabetes zu erkranken, um den Faktor 1,24, während Langschläfer auf 1,48 kamen. Hinter dieser Forschung steht Jean-Louis Girardin vom New Yorker Downstate Medical Center http://www.downstate.edu . Auch seine Ergebnisse bestätigen den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und zu kurzem Schlaf.

Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.sleepmeeting.org
www.med.upenn.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

nachricht Internet-Therapie hilft bei quälendem Tinnitus
09.02.2012 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler machen Eisen durchsichtig


Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden

Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung

09.02.2012 | Studien Analysen

Ocean warming causes elephant seals to dive deeper

09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp