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"Mit seinen Untersuchungsergebnissen kann Herr Küppers Herstellern und Autohandel aufzeigen, wo interessante Käufergruppen von morgen zu finden sind." In diesem Urteil sind sich die beiden Betreuer der vorliegenden Bachelorarbeit, Frau Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes und Herr Dipl.-Kaufmann Ingo Olschewski, Leiter Strategie- und Prozessentwicklung der renommierten Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen (fka), sicher.
In den nächsten Monaten werden die von zahlreichen Autoherstellern als Modell-Innovationen entwickelten Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterie und Elektromotor als Antriebstechnik für Staunen auf deutschen Straßen sorgen. Denn neben rassigen Sportwagen wie etwa dem Tesla Roadster kommen Modelle aus fast allen Pkw-Klassen auf den Markt, um die Bedürfnisse breiter Käuferschichten abzudecken. Auch im Wettrennen europäischer, US-amerikanischer und asiatischer Autohersteller in diesem neuen Markt geht es darum, möglichst als Erster viele gut laufende Modelle platzieren und damit wichtige Kostenvorteile realisieren zu können.
Hohe Benzinkosten, ökologisch und politisch belastete Ölförderungsstrategien bei gleichzeitig sinkenden Fördermengen und dennoch weltweit rapide steigendem Verbrauch fossiler Brennstoffe setzen unter Zugzwang. Zudem beflügelt der Wunsch, CO2-Emissionen nachhaltig zu beschränken, die Aktivitäten des Gesetzgebers.
Küppers, der bereits eine Ausbildung zum Automobilkaufmann abgeschlossen hat, identifizierte in seiner Arbeit vier Gruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bereit sein werden, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Zunächst Autofahrer, die gerne als Pioniere von ihren Erfahrungen mit der neuen Technologie berichten möchten. Eine weitere wichtige Zielgruppe hat Küppers in den sogenannten "Boost Seekers" ausgemacht. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erreichen Elektrofahrzeuge auf den ersten Metern eine sehr gute Beschleunigung. "Auf den ersten Metern bieten Elektrofahrzeuge eine sehr gute Beschleunigung ohne Unterbrechung. Denn im Gegensatz zu Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren muss bei Elektrofahrzeugen im Vorwärtsbetrieb nicht geschaltet werden", so Küppers.
Die größte Kernzielgruppe dürften Autofahrer sein, die aus Grundüberzeugung ‚grüne Produkte’ bevorzugen. Dazu gehören neben Ernährung und Kleidung eben auch umweltfreundliche Fortbewegungsmittel wie etwa Elektroautos. "Die Umwelt wird weniger belastet und trotzdem bleibt der Fahrspaß erhalten", zählt der 25 Jahre alte Absolvent zwei weitere wichtige Punkte für die offenbar größte Zielgruppe auf.
Ein großer Teil der neuen Kunden und Kundinnen wird zudem im Kreis der ‚informierten Best Ager’ vermutet, denn hier beobachtet Küppers: "Viele aus der Generation der Wirtschaftswunderkinder und derjenigen, die in den Nachkriegsjahren geboren wurden, wollen mit ihrem guten, vitalen Lebensgefühl zukunftsorientierte Lösungen, wie etwa eine nachhaltig saubere Umwelt ‚vererben’. Diese Generationen möchten darin durchaus eine Vorbildfunktion einnehmen und mit ihrer Haltung darauf aufmerksam machen, dass es keineswegs allein die materiellen Güter sind, die nachhaltig zu schützen sind."
Dr. Christian Sonntag | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hs-niederrhein.de/
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