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DJI-Studie zu Internet-Recherchen von Kindern: Nutzung von Kindersuchmaschinen will gelernt sein

10.01.2013
Pädagogisches Anliegen mit Blick auf den Kindermedienschutz ist, dass insbesondere Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren geschützte Surfräume nutzen.

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Eine DJI-Studie zum Informationsverhalten von sechs- bis dreizehnjährigen Kindern im Umgang mit Kindersuchmaschinen zeigt auf, wie eng deren Recherche- und Informationskompetenz sowie der Rechercheerfolg mit ihrem sprachlichen Entwicklungsstand verknüpft sind und dass spezielle Suchmaschinen für Kinder ihre Usability durch Rechtschreibkorrekturprogramme, Vorschläge für Suchbegriffe sowie einen optimierten Index verbessern können. Denn bislang kennen die meisten Kinder Kindersuchmaschinen zwar, nutzen sie aber wenig.


DJI-Wissenschaftler um Projektleiterin Dr. Christine Feil analysierten dazu Protokolldateien (Logfiles) der Kindersuchmaschinenanbieter „Blinde Kuh“, „fragFINN“ und „Helles Köpfchen“, die insgesamt rund drei Millionen registrierte Einträge enthielten, darunter 600.000 Suchanfragen, die von den Kindern über das zentrale Eingabefeld zur Suche abgeschickt worden waren und befragten zusätzlich die Kinder zu ihrem Nutzungsverhalten.

Laut DJI-Studie können viele Eltern ihren Kindern aber für eine altersgerechte Internetrecherche schon deshalb keine Hilfestellung an die Hand geben, weil sie selbst zu wenig über Kindersuchmaschinen wissen. So dienen Kindersuchmaschinen vorwiegend als Rechercheinstrumente im schulischen Kontext. Suchbegriffe aus Biologie und Landeskunde spiegeln deutlich die Lehrpläne wider und lassen sich meist einzelnen Schulfächern zuordnen. An Wochenenden werden Kindersuchmaschinen dagegen weniger genutzt und in der Ferienzeit gehen die Anfragen um rund 90 Prozent zurück.

Kinder recherchieren überwiegend per Einwort-Suche und beenden ihre Recherche meistens nach einer einzigen Suchanfrage. Hierin unterscheiden sie sich nicht wesentlich vom Rechercheverhalten Erwachsener. Größtes Hindernis für eine erfolgreiche Suche sind jedoch die Rechtschreibprobleme der Kinder, denn mit ihnen steht und fällt, ob überhaupt eine Trefferliste erzielt wird. Zudem schränken fehlende Lese- und Rechtschreibkompetenzen den Umgang mit Suchbegriffen ein. Bei den Sechs- und Siebenjährigen können Recherchen daher nur mithilfe eines Erwachsenen gelingen.

Hier könnten die Kindersuchmaschinen durch eine Optimierung ihrer Usability die kindlichen Recherchedefizite ausgleichen und damit auch die Trefferquote erhöhen. Die Logfiles zeigen nämlich, dass die Kinder ihre Sucheingaben oft gar nicht oder auch falsch korrigieren. Dementsprechend sind die Suchmaschinenaufenthalte der Kinder relativ kurz. Dies liegt auch daran, dass sie in der Regel die erste Trefferseite und dort vorwiegend die oberen Trefferpositionen auswählen. Treffer, die im Ranking weiter hinten liegen, werden nahezu gar nicht wahrgenommen. Weit mehr als ein Drittel klickt sogar kein einziges Ergebnis der Trefferliste an.

Auch wenn Ranglisten von häufigsten Suchwörtern nur begrenzt darüber Auskunft geben, wonach Kinder auf den Kindersuchmaschinen suchen, so verweisen die in der Studie ermittelten Top-Suchwörter „Spiel“, „Hund“ und „Sex“ doch zumindest darauf, wie wichtig das Auffinden altersgerechter Inhalte über die Kindersuchmaschinen ist, um Kinder von für sie ungeeigneten frei zugänglichen Inhalten, z.B. pornografischen, zu schützen.

Der Studie zufolge nimmt das Interesse der Kinder, die Kindersuchmaschinen „Blinde Kuh“, „fragFINN“ und „Helles Köpfchen“ zu nutzen mit zunehmendem Alter sehr schnell ab.

Andrea Macion | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dji.de/thema/1212

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