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Hohe Cholesterinwerte sagen das Schlaganfall-Risiko bei Frauen nicht voraus. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Copenhagen University Hospital gekommen.
Das Team um Marianne Benn entdeckte ein erhöhtes Risiko bei Männern, wobei der Zusammenhang auch hier nur dann gelte, wenn die Cholesterin-Werte fast doppelt so hoch sind wie im Durchschnitt.
Die in den Annals of Neurology veröffentlichte Studie empfiehlt, eine andere Art von Fett im Blut zur Feststellung des Risikos zu nutzen - und zwar die ungesättigten Triglyceride. Auch die Stroke Association http://www.stroke.org.uk erklärte, dass Triglyceride routinemäßig getestet werden sollten.
Triglyceride sind verlässlicher
Die Wissenschaftler begleiteten 13.951 Männer und Frauen, die an der Copenhagen City Heart Study teilgenommen hatten. Während der 33 Jahre dauernden Laufzeit erlitten 837 Männer und 837 Frauen einen Schlaganfall. Die Cholesterin-Werte der Frauen standen in keinem Zusammenhang mit den Schlaganfällen. Bei Männern ergab sich nur bei Werten über neun mmol pro Liter eine Verbindung. Der Durchschnittwert bei britischen Männern liegt bei 5,5.
Die Wissenschaftler gaben zu, dass diese Forschungsergebnisse nur schwer zu erklären sind. LDL-Cholesterin ist dafür bekannt, dass es Atherosklerose verursacht, die ihrerseits die Arterien blockieren kann. Es zeigt sich jedoch bei Frauen und Männern ein Zusammenhang zwischen dem Schlaganfall-Risiko und den ungesättigten Triglyceriden. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Fette Marker für das Rest-Cholesterin sind, dass bei der Bildung anderer Formen von Cholesterin übrig bleibt.
Allein in Großbritannien erleiden laut BBC jährlich rund 150.000 Menschen einen Schlaganfall. Bei den meisten handelte es sich um ischämische Schlaganfälle, bei denen ein Gerinnsel in der Arterie die Blutversorgung des Gehirns unterbricht.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.ku.dk/english
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