Anzeige
Eine Verlängerung der täglichen Schlafdauer verhilft Tennisspielern zu besserer sportlicher Leistung wie auch zur Besserung der Grundstimmung. Das berichtet der Schlafforscher Cheri Mah von der Sleep Disorder Clinic der Stanford University auf der Jahrestagung der US-Schlafgesellschaften SLEEP, die diese Woche in Seattle stattfindet.
Mahs Ergebnisse sind ein Hinweis dafür, dass ausreichender Schlaf großen Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit ist und auch beim Training berücksichtigt werden sollte.
Mah untersuchte fünf Profi-Tennisspielerinnen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren während der Wettkampfsaison. Man bat die Sportlerinnen, ihren Schlaf für fünf Wochen auf zehn Stunden pro Nacht auszudehnen. Die Folgen waren kaum zu übersehen: Nach Ende der Beobachtungsphase mit längerer Schlafenszeit hatte sich die Zeit, in welcher die Probandinnen eine Sprintstrecke zurückgelegt hatten, von zuvor 19,12 auf durchschnittlich 17,56 Sekunden verringert. Die Treffergenauigkeit bei Aufschlägen stieg und auch die Geschwindigkeit des Aufschlags verbesserte sich. Der Schlaf kam auch der Stimmung der Sportlerinnen zugute, wie auch der Munterkeit, da die Tagesschläfrigkeit zurückging. "Viele der Sportlerinnen realisierten durch die Studie erstmals, wie wichtig Schlaf ist und wie er ihre Leistung während den Wettkämpfen beeinflusst", so der Schlafforscher.
Relevanz haben die Ergebnisse unter anderem für die Vorbereitung für Wettkämpfe. "Spitzensportler verbringen viele Stunden täglich mit Training ihrer Kraft und Kondition und arbeiten auch mit Ernährungsspezialisten, um ihre Leistung zu verbessern", so Mah. Obwohl man über die grundsätzliche Bedeutung von ausreichend Schlaf Bescheid wisse, schenke man den Schlafgewohnheiten bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit. "Die Spitzenleistung kann man nur erbringen, wenn die Schlafrythmen optimal sind." Bereits im Vorjahr hatte Mah ähnliche Untersuchungen präsentiert. Damals zeigte er, dass auch Schwimmer durch zehn Stunden Schlaf pro Nacht ihre Sprintgeschwindigkeit, die Reaktionszeit beim Sprung ins Wasser wie auch der Frequenz der Beintempi erheblich steigern können.
"Ausreichend Schlaf wirkt sich sowohl auf die Leistung, Motorik, Feinmotorik und Konzentration als auch auf die Stimmung und den Antrieb des Einzelnen positiv aus", bestätigt Bernd Saletu, Schlafmediziner und Autor des Buches "Was sie schon immer über Schlaf wissen wollten", im pressetext-Interview. Auch für Sportler sei die wichtigste Regel der Schlafhygiene, den täglichen Schlafbedarf zu decken. Dieser beträgt in den meisten Fällen zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht, wobei Frauen durchschnittlich eine Stunde mehr benötigen als Männer. Ob man auf Dauer länger als die benötigte Zeit schlafen kann, um dadurch die Leistung zu steigern, stellt Saletu jedoch in Frage. "Einerseits schaffen es die wenigsten aufgrund des Zeitmangels, andererseits wacht man nach der Schlafenszeit, die der Körper benötigt, auf."
Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: stanfordhospital.org
www.sleepmeeting.org
Weitere Berichte zu: Grundstimmung > körperliche Leistungsfähigkeit > Schlafdauer > Schlafenszeit > Schlafforscher > Schlafgewohnheiten > Schlafhygiene > Sprintstrecke > Wettkampfsaison
Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ein Kilogramm Fleisch so klimaschädlich wie bis zu 1600 Kilometer Autofahrt
24.05.2012 | FEWD Forschungsstelle für Ethik u. Wissenschaft im Dialog, Universität Wien
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten