Anzeige
Knochenmark verliert ohne Prionen Regenerationsfähigkeit
Die heilenden Fähigkeiten der Stammzellen sollen auf Prionen zurückzuführen sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Whitehead Institute for Biomedical Research gekommen. Bisher sind die Prionen durch Erkrankungen wie den Rinderwahn eher in Verruf geraten. Bei Prionen handelt es sich um eine bestimmte Gruppe von Proteinen, die Form und Funktion anderer sie umgebender Proteine verändern können. Sie kommen in den Körpern aller Säugetiere vor. Das Wissen um ihre biologische Rolle ist jedoch noch immer eingeschränkt. Bekannt ist, dass Prionen, die durch einen bisher ebenfalls unbekannten Vorgang deformiert werden, BSE und entsprechende andere Krankheiten hervorrufen können. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Amerikanische Wissenschafter haben jetzt nachgewiesen, dass im Knochenmark erwachsene Stammzellen ihre Regenerationsfähigkeit schrittweise verlieren, wenn ihnen die normale Ergänzung durch die entsprechenden Prionen fehlt. Bei Stammzellen handelt es sich um einfache Zellen, die sich endlos teilen und in jeden anderen Zelltyp verwandeln können. Das Team um Andrew Steele und Cheng Cheng Zhang setzte radioaktive Strahlung ein, um das Knochenmark von gentechnisch veränderten Mäusen zu dezimieren. Diese Tiere waren derart verändert worden, dass sie keine Prionen produzierten. Das Knochenmark der Mäuse regenerierte sich zu Anfang rasch. Schließlich kam es zu einer Verlangsamung und einem Stopp der Regeneration. Der Verlust der Regenerationsfähigkeit blieb aufrecht, auch als das Knochenmark normalen Mäusen implantiert wurde.
Die Wissenschafterin Susan Lindquist erklärte laut New Scientist, dass man sich seit Jahren gewundert habe, warum die Evolution dieses Protein erhalten habe. Es sei nicht klar gewesen, welche positive Rolle es spielen könnte. Mit den aktuellen Forschungsergebnissen habe man eine erste Antwort gefunden. Weiter unklar bleibt, wie die Prionen die Aktivität der Stammzellen aufrecht erhalten. Ähnliche Tests mit neuralen Stammzellen und Stammzellen aus der Lunge werden derzeit durchgeführt.
pressetext.austria | Quelle: Michaela Monschein
Weitere Informationen: www.wi.mit.edu
www.pnas.org
Weitere Berichte zu: Knochenmark > Prion > Protein > Regenerationsfähigkeit > Stammzelle
Alzheimer Demenz: früher erkennen, besser behandeln
08.02.2012 | Goethe-Universität Frankfurt am Main
Wer ist besonders anfällig für Rückenschmerzen?
08.02.2012 | Universitätsklinikum Heidelberg
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
Anzeige
Anzeige

Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Bauwerke gebrauchstauglich halten
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten