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Bedeutung der Endocannabinoide erstmals erforscht
Wissenschafter der University of California und der University of Georgia haben nachgewiesen, dass eine Cannabis ähnliche im Gehirn natürlich produzierte Substanz dem Körper bei der Schmerzlinderung hilft. Diese Forschungsergebnisse sollen zur Entwicklung neuer Medikamente führen, die diese natürliche Reaktion anregen können. Bisher hatte sich die Wissenschaft auf die Umwandlung von Cannabisbestandteilen in Medikamente konzentriert. Die Wissenschafter schreiben in Nature, dass das neue Wissen um die Funktionen der Gehirnchemie Medikamente mit geringeren Nebenwirkungen ermöglichen sollte.
Tritt Schmerz unter stressigen Bedingungen wie durch eine Verletzung beim Sport oder durch eine Schussverletzung auf, ist der Körper eine Zeitlang durch die so genannte stressinduzierte Analgesie geschützt. Die aktuelle Studie erforschte erstmals an Ratten, welche Rolle die Endocannabinoide in diesem Prozess spielen. Es zeigte sich, dass die Produktion eines Cannabinoidbestandteils, 2-AG, durch mit Stress in Zusammenhang stehenden Schmerz ausgelöst wird. In der Folge suchten die Wissenschafter laut BBC nach einer Möglichkeit diese natürliche Reaktion zu verstärken. Normalerweise stoppt das Enzym Monoacylglycerol Lipase die Produktion von 2-AG. Das Team um Danielle Piomelli von der University of California entwickelte eine Chemikalie, die die Reaktion des Enzyms blockierte. Das bedeutete, dass der Körper theoretisch die Produktion von 2-AG fortsetzen könnte. "Diese Studie zeigt erstmals, dass natürliche Marihuana ähnliche Chemikalien im Gehirn mit der Schmerzunterdrückung in Zusammenhang stehen."
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.uci.edu
www.uga.edu
www.nature.com
Weitere Berichte zu: 2-AG > Cannabis > Endocannabinoide > Enzym > Schmerz
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