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Der Europamarkt für Spezialfolien

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12.05.2004

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Europäische Hersteller von Spezialfolien erfahren wachsenden Druck durch Billigprodukte aus Asien


Der zunehmende Wettbewerbsdruck durch umfangreiche Importe von Billigprodukten aus China und anderen asiatischen Ländern ist nur eine der großen Herausforderungen, denen sich der Europamarkt für Spezialfolien derzeit stellen muss. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan geht allerdings davon aus, dass es den Anbietern gelingt, neue Strategien zu entwickeln und damit ihre Rentabilität aufrecht zu erhalten. Unter dieser Voraussetzung ist laut aktueller Analyse mit einer Steigerung des Marktwerts von derzeit ca. 1,6 Milliarden Euro auf 2,0 Milliarden Euro im Jahr 2010 zu rechnen. Das entspräche einer durchschnittlichen Jahreswachstumsrate von 3,45 Prozent. Untersucht wurden die Segmente für Polyester-, Polyamid-, Polyimid-, Polycarbonat- und Fluorpolymerfolien.

Neben der Konkurrenz aus Asien stellen auch billigere Alternativen für große Folien-Anwendungen beispielsweise in der Verpackungsindustrie eine Bedrohung dar. So schmälern kostengünstige Folientypen wie Polyethylen und Polypropylen den Ertrag von Herstellern und Zulieferern im Verpackungssektor, der im europäischen Gesamtmarkt für Spezialfolien immerhin 44 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Lebensmittelverpackung sorgt für Aufwind

Für den Einsatz von Spezialfolien sprechen ihre hervorragenden physikalischen und chemischen Eigenschaften. Beispielsweise dürfte die Nachfrage der Konsumenten nach längerer Haltbarkeit und besserer Produktpräsentation von Lebensmitteln dem Sektor für bedruckbare Spezialfolien aus Nylon neuen Aufwind von Seiten der Lebensmittelverpackungsindustrie bescheren.

"Plastikfolien mit speziellen Eigenschaften sind und bleiben der Schlüssel zum kommerziellen Erfolg", sagt Dr. Brian Balmer, Industry Analyst bei Frost & Sullivan. "In diesem Bereich sind die Hersteller dazu angehalten, ihre Konzentration auf Forschung und Entwicklung zu erhöhen und sich noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden einzustellen, zum Beispiel, wenn es um leistungsfähigere und leichtere Folien zum Einsatz in flexiblen Platinen geht."

Produktinnovationen stimulieren den Markt

Zwar müssen die Hersteller zu diesem Zweck mehr investieren, doch dürften technologische Entwicklungen die Marktexpansion weiter vorantreiben. "Durch neue Anwendungen sollte sich die Bedrohung schrumpfender Endanwendermärkte wie beispielsweise bei den Polyesterfolien für Magnetspeicher-Anwendungen mittelfristig abwenden lassen", meint Balmer. "Außerdem tragen Innovationen dazu bei, dass sich die Hersteller in attraktiven Märkten optimal positionieren können."

Heißklebende Polyester-Materialien für Verschluss- und Versiegelungsanwendungen, Sauerstoff aufnehmende Nylonfolien für die Lebensmittelverpackung und Polycarbonat-Folien als Alternative zu Lacken zur Beschichtung von Autodach-Modulen sind nur einige wenige technologische Trends, die das Wachstum des Europamarkts stimulieren dürften.

Entscheidender Faktor ist der Preis

Als weiteren entscheidenden Wettbewerbsfaktor nennt Frost & Sullivan den Preis. Je nach Folientyp gibt es hier erhebliche Unterschiede: So kostet ein Kilo Polyesterfolie momentan 2 Euro, ein Kilo Polyamidfolie hingegen 200 Euro. Wie teuer eine Folie ist, hängt hauptsächlich von der beabsichtigten Endnutzer-Anwendung ab. "Die im Vergleich zu Massenprodukten wie Polyethylen- oder Polypropylenfolien hohen Preise für Spezialfolien ergeben sich schlicht aus den höheren Entwicklungs- und Prozesskosten", erläutert Balmer. "Weil jedoch der Preis häufig wichtigstes Kaufargument ist, wählen viele Endnutzer letztlich doch die günstigere Alternative."

Den Mehrwert herausstellen

Um dem entgegenzusteuern, sollten die Hersteller von Spezialfolien immer wieder auf den Mehrwert aufmerksam machen, den ihre Produkte bieten. Zu den wichtigen Taktiken zählen hier laut Balmer die Werbung mit Folientechnologie und Markennamen, kostenlose Produktdemonstrationen und wettbewerbsfähige Preise. Zwar hat sich der Europamarkt für Spezialfolien in den letzten Jahren positiv entwickelt. Als erfolgsentscheidend für die Zukunft sieht Frost & Sullivan jedoch die Art, wie die Marktakteure durch Produktentwicklung und Kundeninformation den derzeitigen Herausforderungen begegnen.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Europamarkt für Spezialfolien in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The European Market for Speciality Films
(Report B282), Preis der Analyse: Euro 4.958,--

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.

Katja Feick | Quelle: Frost & Sullivan
Weitere Informationen: chemicals.frost.com

Weitere Berichte zu: Europamarkt Folientyp Mehrwert Spezialfolie

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