Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ZWM legt Studie „Hochschulautonomie in Gesetz und Praxis“ vor

01.07.2011
Das Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM) Speyer analysierte im Auftrag des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung das Programm „Deregulierte Hochschule“

Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung hatten im Jahr 2005 das Aktionsprogramm „Deregulierte Hochschule“ gestartet und nach dessen Abschluss 2008 Empfehlungen an Politik und Hochschulen formuliert. Das Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM) Speyer hat nun untersucht, inwiefern sich diese Leitlinien für mehr Hochschulautonomie in den neueren Gesetzgebungen der Bundesländer und in der Praxis der Hochschulen wiederfinden.

Unter der Leitung von Professor Hanns H. Seidler analysierte ein Expertenteam die aktuelle Gesetzeslage in den Bundesländern und befragte in qualitativen Interviews zwanzig HochschulleiterInnen zu ihren Erfahrungen. „Die Ergebnisse sind drei Jahre nach Abschluss der Förderung für die Bewertung unseres Programms, aber auch für unsere zukünftige Programmentwicklung sehr hilfreich“, sagt Mathias Winde, der im Stifterverband den Programmbereich „Hochschulreform“ leitet.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Hochschulen sich entgegen manchem Zweifel als autonomiefähig erwiesen und die mit der Systemveränderung verbundenen Schwierigkeiten überwiegend gemeistert hätten. Die Autoren stellten eine Verschiebung der Handlungsverantwortung weg von der ministeriellen Seite in die Hände der Hochschulen fest. Auf den sieben Handlungsfeldern, die sie als Kriterien für Autonomie heranzogen, haben die Hochschulen deutlich mehr Kompetenzen als früher: Globalhaushalte, eigenes Berufungsrecht, Zielvereinbarungen statt ministerieller Erlasse, eigenes Qualitätsmanagement, eigenständige Einführung von Studiengängen und Hochschulräte würden zunehmend als „State of the Art“ gelten. Gleichwohl seien Autonomie, Deregulierung und Wettbewerb notwendige, nicht aber allein hinreichende Voraussetzungen für guten wissenschaftlichen Output. „Das kann insbesondere dann gelingen, wenn individuelle und institutionelle Motivation sich zu einem neuen ‚Spirit‘ verbinden“, unterstreicht Professor Seidler.

Die Studie ist in der Kurz- und Langversion online abrufbar:

www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschulen_im_
wettbewerb/deregulierte_hochschule/index.html
www.wissenschaftsmangement-online.de
Kontakt:
Stifterverband der Deutschen Wissenschaft
Dr. Mathias Winde, Leiter Programmbereich „Hochschulreform“
Email: mathias.winde@stifterverband.de
Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM) Speyer
Sarah Wüst, Leiterin Kommunikation und Interaktion
Tel.: (0 62 32) 654-144, Fax: (0 62 32) 654-259
Email: wuest@zwm-speyer.de

Sarah Wüst | idw
Weitere Informationen:
http://www.zwm-speyer.de
http://www.wissenschaftsmangement-online.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie