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Zusammenhang zwischen Adipositas und Diabetes entdeckt

22.07.2009
In einer Studie der australischen Monash University wurde ein entscheidender Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und der Entstehung von Typ-2-Diabetes nachgewiesen. Die Entdeckung könnte zur Entwicklung eines Medikaments zur Vorbeugung dieser Erkrankung führen.

Bis jetzt vermuteten Wissenschaftler nur, dass ein Zusammenhang zwischen Adipositas und Typ-2-Diabetes besteht. Der Nachweis des kausalen Zusammenhangs ist jedoch ein wichtiger Durchbruch.

Das Team um Associate Professor Matthew Watt fand heraus, dass Fettzellen ein neu entdecktes Protein mit der Bezeichnung PEDF (pigment epithelium-derived factor) ausschütten. Dieses Protein löst eine Kettenreaktion aus, die zur Entstehung von Typ-2-Diabetes führt. Die Ausschüttung von PEDF in den Blutstrom bewirkt, dass Muskeln und die Leber unempfindlich gegen Insulin werden.

Um dem entgegen zu wirken, produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin - mit der Folge, dass diese überlastet wird. Letztendlich wird dadurch die Produktion von Insulin in der Bauspeicheldrüse verlangsamt oder gestoppt, was zur Entstehung von Typ-2-Diabetes führt.

"Es hat den Anschein, dass eine Person umso resistenter gegen Insulin wird, je mehr Fettgewebe sie besitzt. Folglich benötigt sie eine größere Menge Insulin, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren", erläutert Associate Professor Watt. In der nun vorliegenden Studie konnte sein Team nachweisen, dass PEDF nicht nur für mit Typ-2-Diabetes verbundene Komplikationen verantwortlich ist, sondern dass die Blockierung von PEDF diesen Prozess umkehren kann. Die Insulin-Sensitivität des Körpers kehrte zurück, wodurch kein zusätzliches Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels benötigt wurde.

"Patienten mit Typ-2-Diabetes werden von dieser neuen Entdeckung profitieren", so Watt. "Wir wissen bereits, dass eine Gewichtsreduktion die Regulierung des Blutzuckerspiegels bei Diabetes-Patienten im Allgemeinen verbessert. Wissenschaftler können nun die Erkenntnisse zum bestehenden Zusammenhang nutzen, um neue Medikamente zur besseren Behandlung von Typ-2-Diabetes zu entwickeln."

Weitere Informationen:
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Sabine Ranke-Heinemann | idw
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