Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zunehmende Notwendigkeit von Kraftstoffeffizienz fördert Einsatz von Leichtbauwerkstoffen im Auto

12.09.2011
Hersteller arbeiten an innovativen Lösungen zur Einhaltung der Umweltgesetzgebung – eine Analyse der wichtigsten Trends

Die Automobilindustrie rüstet sich für einen entscheidenden Umschwung zu leichteren Werkstoffen, um die immer strikteren Umweltvorgaben einhalten zu können. Als Antwort auf die zunehmenden Bedenken im Bereich der zu hohen Treibhausgasemissionen haben Regierungen auf der ganzen Welt Gesetze zur Reduzierung der CO2-Emissionen verabschiedet.

Diese Gesetze haben zu einer Gewichtsreduzierung bei Fahrzeugen geführt, indem schwere Materialien in gewissen Systemen durch leichtere Werkstoffe ersetzt werden, da das Fahrzeuggewicht einen direkten Einfluss auf die Kraftstoffeffizienz hat. Bereits eine Verringerung des Fahrzeuggewichts von zehn Prozent liefert Kraftstoffersparnisse von fünf bis sieben Prozent (in mpg - Meilen pro Gallone), sofern auch der Antrieb des Fahrzeugs redimensioniert wird.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.chemicals.frost.com) erwirtschaftete der Markt für Leichtbauwerkstoffe im Automobilbau im Jahr 2010 Umsätze von 38 Milliarden US-Dollar, die bis zum Jahr 2017 auf 95,34 Milliarden US-Dollar ansteigen sollen.

Der verstärkte Einsatz von Leichtbauwerkstoffen wird den europäischen Autobauern helfen, die Emissionen bis 2012 - 2015 von derzeit 160 g/km auf 130 g/km zu verringern. Mit dem Inkrafttreten der US-amerikanischen Verordnung „Corporate Average Fuel Economy (CAFE)“ müssen auch die amerikanischen Automobilhersteller bis zum Jahr 2016 die vorgeschriebene durchschnittliche Zielvorgabe zur Kraftstoffeffizienz von 35-39 mpg erreichen.

„Während diese Gesetze einen wichtigen Faktor für die erforderliche Berücksichtigung von Umweltbelangen darstellen, sind sie für die Automobilhersteller ein Ansporn, um innovative Lösungen zu finden, mit denen sie diesen Gesetzen entsprechen können, ohne dabei an Rentabilität zu verlieren“, erklärt Sandeepan Mondal, Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan.

Die Richtlinie über Altfahrzeuge der Europäischen Union zwingt Automobilhersteller zum Beispiel dazu, den am Ende der Lebensdauer eines Fahrzeugs entstehenden Abfall möglichst einzuschränken. Dies fördert einerseits die Verwendung von wiederverwendbaren und recyclebaren Leichtbauwerkstoffen bei Pkws, behindert jedoch andererseits das Marktwachstum von Duroplasten und Kohlenstoffverbundstoffen.

Leichtbauwerkstoffe verringern das Gesamtgewicht und damit die Emissionen, erhöhen jedoch die Kosten erheblich. Da die Geschäfte von Herstellern und Zulieferern der ersten Stufe durch die Wirtschaftskrise beeinträchtigt wurden, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass sie in einer derart ungünstigen Wirtschaftslage ohne weiteres bereit sind, von einer metallbasierten Fertigung auf alternative Materialien umzustellen.

Die zahlreichen Regelungen im Bereich der Kraftstoffeffizienz, der CO2-Emissionen und bei Altfahrzeugen werden auch in den nächsten zehn Jahren strikt bleiben. Und ein Nichteinhalten wird zu gehörigen Strafen führen, wodurch die Gewinnspannen der Hersteller noch weiter strapaziert werden dürften.

Unter allen Leichtbauwerkstoffen steht Aluminium mengen- und umsatzmäßig an erster Stelle. Auch Polymere finden vermehrt Abnehmer, vor allem aufgrund des niedrigen Preis-Leistungs-Verhältnisses, das durch die Größe, Form und Komplexität der Bauteile bedingt ist. Die Einführungsrate von Kunststoffen wird jedoch bei strukturellen Teilen, die eine hohe Stoßfestigkeit erfordern, eher gering sein.

Bei Interesse an weiteren Informationen zur Frost & Sullivan Studie Prevalent Substitution Trends within Materials and Chemicals in Automotive Lightweighting wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Prevalent Substitution Trends within Materials and Chemicals in Automotive Lightweighting ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Chemicals & Materials, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: European Markets for High Performance Polymers, Global Markets for Plastics in Passenger Vehicles, European Markets for Naturally-reinforced Plastic Composites, Automotive Light Weighting Mega Trend Effect on Chemicals and Materials Demand. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Prevalent Substitution Trends within Materials and Chemicals in Automotive Lightweighting (M6E0)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik