Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn das Zuhause mitdenkt: Smart Home ist ein vielversprechender Markt, doch Unternehmen sind zögerlich

01.12.2011
Zwei Drittel der deutschen Haushalte mit Online-Zugang interessieren sich für das Thema "Smart Home", also für intelligente Wohnlösungen.

Für solch ein smartes Zuhause sind die Geräte in den eigenen vier Wänden miteinander vernetzt und denken quasi mit: Die Waschmaschine startet erst, wenn der Strom günstig ist, das Sicherheitssystem schlägt Alarm, wenn der Kühlschrank nicht geschlossen ist.

Smart Home bietet den Verbrauchern zahlreiche Leistungen in den Bereichen Komfort, Energieeffizienz, Gebäude- und Gerätesicherheit, Gesundheit/ Notfall sowie Unterhaltung. Hinzu kommt die Möglichkeit, dies alles von unterwegs via Smartphone zu steuern.

84 Prozent der an Smart Home Interessierten wären bereit, für intelligente Wohnlösungen zu zahlen. Trotzdem sind die Aktivitäten der Unternehmen zögerlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Umfrage unter 500 deutschen Haushalten mit Internetzugang von Capgemini Consulting, der Strategie- und Transformationsberatung der Capgemini-Gruppe.

Sie hat zusätzlich mit über 20 Branchenvertretern gesprochen, deren Unternehmen auf dem Smart-Home-Markt aktiv sein könnten (Energie, Telekommunikation,

Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller, Gebäudetechnik, Hard- und Softwareproduzenten). Die wichtigsten Erkenntnisse: Rationale Argumente sind für Verbraucher wichtiger als der Unterhaltungsaspekt, ein zentraler Anbieter für Smart Home wird gewünscht und strategische Partnerschaften sind für die Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg.

Gute Chancen für Telekommunikations- und Energieunternehmen

Telekommunikationsunternehmen und Energieversorger sind als Ansprechpartner für Smart-Home-Lösungen gut positioniert: Mit großem Abstand würden sich die meisten Befragten an die Deutsche Telekom wenden, gefolgt von RWE sowie Vodafone und E.ON. Grundsätzlich sehen die Verbraucher auch Unternehmen für Gebäudetechnik als kompetenten Ansprechpartner für Smart Home an, allerdings sind konkrete Unternehmen dieser Branche kaum bekannt.

Keine Spielerei, sondern eine Vernunftentscheidung

Die an Smart Home interessierten Verbraucher versprechen sich laut der Umfrage von intelligenten Wohnlösungen vor allem die Erleichterung des täglichen Lebens (80 Prozent), finanzielle Ersparnis (68 Prozent) sowie mehr Komfort im eigenen Zuhause (56 Prozent). "Der Unterhaltungs- und Spaßaspekt von Smart-Home-Lösungen steht eher im Hintergrund - und wird scheinbar von den Experten überschätzt, die diesem Punkt einen höheren Stellenwert als die Verbraucher beimessen", erläutert Dr. Silvia Bossow-Thies, Leiterin der Studie bei Capgemini Consulting. Verbraucher und Unternehmensvertreter sind sich vor allem bei dem Punkt Energieeffizienz einig: Mit teilweise weit über 70 Prozent bewerten beide Seiten diesen Aspekt als einen sehr attraktiven Vorteil von Smart Home.

Einfachheit: ein zentraler Anbieter gewünscht

Die Herausforderung ist, dass die vielen Akteure auf dem Smart-Home-Markt ein funktionierendes - und für den Verbraucher einfaches - Geschäftsmodell entwickeln. Dafür müssen sie aber dieselbe Sprache sprechen: "Leider fehlt immer noch ein einheitliches Begriffsverständnis von Smart Home, das über die verschiedenen Branchen hinweg gültig ist", sagt Beraterin Bossow-Thies. Das wäre jedoch eine wichtige Voraussetzung, denn 83 Prozent der Befragten wünschen sich Services aus einer Hand, das heißt nur einen Ansprechpartner und am besten auch nur einen Vertrag für ihre Smart-Home-Lösung. Auch die meisten Unternehmensvertreter halten einen zentralen Integrator für unerlässlich.

Kooperationen sind wichtig - und eine Herausforderung

Die Mehrheit der Kunden wünscht sich Smart-Home-Angebote, die mehrere Bereiche betreffen, zum Beispiel Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort. Damit müssen die Unternehmen offen für Partnerschaften sein, denn kein Akteur bietet ein so umfassendes Angebot. Gleichzeitig ist der Aufbau eines Partnernetzwerks aus Sicht der befragten Experten die größte Herausforderung für die Unternehmen. In Abhängigkeit von der jeweils angestrebten Marktpositionierung ergeben sich unterschiedliche Geschäftsmodelle für die Unternehmen - die Capgemini Consulting in der Studie ausführlich analysiert.

"Auf Seiten der Verbraucher besteht definitiv Interesse an Smart-Home-Angeboten. Nun liegt es an den Unternehmen, dieses Potenzial für sich zu nutzen. Es braucht Vorreiter, die mutig voran schreiten, sich geeignete Partner suchen sowie die Kommunikation und den Vertrieb für Smart Home anstoßen", bilanziert Studienleiterin Bossow-Thies.

Eine Kurzfassung der Studie steht hier zur Verfügung:
http://bit.ly/sN4fuO
Kontakt für die Bestellung der ausführlichen Studie:
E: silvia.bossow-thies@capgemini.com; T: +49 30 88 703 858
E: hatim.moussa@capgemini.com; T: +49 151 4025 0941
Pressekontakt:
E: diane.notbohm@capgemini.com
T: 069 9515 1202

Diane Notbohm | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.de.capgemini.com/consulting

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics