Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zufriedene Kunden bei der Kfz-Reparatur

16.12.2013
Studie untersucht den Nutzen von Reparaturvermittlungen bei Kfz-Schadenfällen

Viele Kfz-Versicherer bieten ihren Versicherungsnehmern und Anspruchstellern im Schadenfall einen Reparaturservice an. Das Fraunhofer IAO hat in seiner Studie »Reparatur-Management in der Kfz-Versicherung« untersucht, wie sich die Nutzung des Reparaturservices auf Versicherer und ihre Endkunden auswirkt.

Viele Kfz-Versicherer bieten ihren Versicherungsnehmern und Anspruchstellern im Schadenfall einen Reparaturservice an. Dieser umfasst häufig die Reparatur des Fahrzeugs in einer ausgesuchten, qualifizierten Karosserie- und Lackfachwerkstatt mit zusätzlichen Serviceleistungen.

Es stellt sich die Frage, wie sich die Nutzung des Reparaturservices auf Versicherer und ihre Endkunden auswirkt. Aus diesem Grund erstellte das Fraunhofer IAO die Studie »Reparatur-Management in der Kfz-Versicherung«. Die Basis bilden Daten aus dem Jahr 2012 von sechs Versicherern, welche mit dem Reparatur-Management-Dienstleister Innovation Group zusammenarbeiten.

Zusätzlich haben die Wissenschaftler sieben Versicherer befragt. In der Studie werden die Auswirkungen auf Prozesse und Kundenzufriedenheit, mögliches Vermittlungspotenzial sowie Reparaturkosten betrachtet.

Die Wissenschaftler vergleichen in der Studie die Reparaturkosten mit und ohne die Nutzung des Reparaturservice. »Es sind deutliche Unterschiede erkennbar«, sagt Thomas Renner, Leiter des Competence Center Electronic Business am Fraunhofer IAO und Co-Autor der Studie.

»Unsere Untersuchung hat ergeben, dass Schadenfälle mit Reparaturvermittlung schneller abgewickelt werden als Fälle ohne Reparaturvermittlung.« Im Durchschnitt liegt die Zeitersparnis bei etwa zwölf Tagen vom Schadendatum bis zur ersten Zahlung von Reparaturkosten. Die Kunden goutieren die beschleunigten und vereinfachten Abläufe – dies zeigt die sehr hohe Kundenzufriedenheit bei den Schadenfällen mit Reparaturvermittlung. Reparaturvermittlungen wirken sich außerdem auf die Reparaturkosten aus: Nutzen die Versicherer den Reparaturservice, so ergeben sich im Durchschnitt niedrigere Kosten.

Das in der Studie ermittelte Potenzial für Reparaturvermittlungen liegt bei knapp 15 Prozent in der Kfz-Haftpflicht und bei 30 Prozent in der Kaskoversicherung. Würden die Kfz-Versicherer dieses Potenzial ausschöpfen, könnten sie nicht nur die Zufriedenheit ihrer Kunden erhöhen, sondern es ließen sich auch merkbare Kosten einsparen. Die Autoren sehen je nach Ausnutzung des Vermittlungspotenzials für Versicherer Einsparmöglichkeiten von zwei bis drei Prozent des Gesamtaufwands aller Kfz-Reparaturkosten in den betrachteten Schadenfällen.

Ansprechpartner

Thomas Renner
Electronic Business
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon +49 711 970-5120
Email thomas.renner@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer IAO
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/informations-und-kommunikationstechnik/1248-zufriedene-kunden-bei-der-kfz-reparat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics