Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zielvorgaben für 2020 treiben den Markt für Windenergie in Mittel- und Osteuropa voran

02.03.2011
Da der traditionelle Markt für Windenergie in Europa weitgehend gesättigt ist, sehen sich Windturbinenhersteller und Projektentwickler nach neuen Märkten um. Mittel- und Osteuropa (MOE) ist ein bisher wenig erschlossenes Territorium und birgt große Chancen für die Entwicklung von Windkraft in der näheren Zukunft.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.energy.frost.com) über den Windenergiemarkt in Mittel- und Osteuropa lag die im Jahr 2009 installierte Gesamtkapazität in der Region bei über 1.500 MW und wird bis 2020 auf fast 23.000 MW ansteigen, um die von der Europäischen Kommission für alle Mitgliedsstaaten festgesetzten Ziele zu erreichen.

„Die für die EU-Mitgliedsstaaten festgesetzten Ziele für 2020 sind die entscheidende Antriebskraft für die MOE-Länder, um die Anzahl an Windkraftanlagen zu erhöhen,“ erläutert Frost & Sullivan Research Analystin Magdalena Dziegielewska. „Im Dezember 2008 einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf, eine neue Richtlinie für erneuerbare Energien durchzusetzen und eine der Zielsetzungen bestand darin, den Einsatz erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 auf einen Anteil von 20 Prozent zu erhöhen.“

Alle MOE-Länder, die zur EU gehören, sind daher gezwungen, ihr jeweiliges Energie-Portfolio neu zu überdenken. Es wird an Strategien gearbeitet, mit deren Hilfe die vorgegebenen Ziele möglichst effizient erfüllt werden können.

„Mit einer antizipierten Erhöhung der installierten Kapazität von etwas mehr als 1.500 MW in der gesamten Region, werden die regionalen Hotspots Ausrüstung, Know-how und finanzielle Unterstützung benötigen, um diese Gelegenheit zu nutzen“, erklärt Frau Dziegielewska.

Unter den Spitzenreitern werden sich Bulgarien, Polen, Rumänien und die Türkei befinden, die ihre Nachbarn aller Voraussicht nach überholen werden. Auch die Tschechische Republik, Estland und Ungarn dürften einige gute Chancen bieten, wenn auch in kleinerem Rahmen.

Im Jahr 2006 stammten in den MOE-Ländern nur 416 MW aus dem Windenergiesektor, wobei sich die Gesamtkapazität bis zum Jahr 2009 auf 1.500 MW erhöhte. Dies unterstreicht die Tatsache, dass die Länder sich genauer mit ihrem Energie-Mix auseinandersetzen und grundsätzliche Hilfestellungen schaffen, um diesen zu diversifizieren und den Anteil von Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energiequellen zu erhöhen. Die European Wind Energy Association (EWEA) schätzt, dass zur Erfüllung der EU-Verpflichtungen weitere 21.600 MW in Windkraftanlagen erzeugt werden müssen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 28 Prozent über den Zeitraum 2009-2020.

Allerdings stellt ein unzureichender Netzzugang ein Hindernis dar, welches den Markt für Windenergie in den MOE-Ländern zu bremsen droht. Hinzu kommt der Widerwille der Länder, sich aus der übermächtigen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und konventioneller Energieerzeugung zu lösen, welcher sich in einem fehlenden politischen Willen, einen Markt für Windkraft zu entwickeln, manifestiert.

„Dennoch lösen sich die Länder langsam aus ihrer Abhängigkeit von fossilen Energiequellen und es kommt immer mehr zu staatlicher Förderung und finanzieller Unterstützung“, kommentiert Frau Dziegielewska. „Es bestehen vier Arten von Unterstützungsmechanismen, die Länder einsetzen können: Einspeisetarife, Quotenverpflichtung mit handelbaren grünen Zertifikaten, Ausschreibungsverfahren und finanzielle Anreize und Zuschüsse.”

Einspeisetarife sind die beliebteste Form von staatlicher Unterstützung. Sie kommen in Mittel- und Osteuropa in 15 Ländern zum Einsatz. Polen und Rumänien bedienen sich des Systems der Quotenverpflichtung und die Tschechische Republik setzt beide Möglichkeiten ein. Einspeisetarife garantieren Investoren eine bessere Sicherheit im Bezug auf Preisniveau und Amortisationszeit für Investitionen.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu dieser Studie, wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Die Studie Overview of the Wind Power Market in Central and Eastern Europe ist Bestandteil der Market Insights – Energy & Power, die außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Emerging Opportunities in Central and Eastern European Smart Grid Markets, Oil and Gas Industry - Overview of Major Indicators, Asia Pacific Oil & Gas Upstream Sector - Overview and Developments, Oil and Gas Industry Downstream Segment Assessment, Outlook for Floating Wind Turbine Technology in Europe, Market Potential for Emerging Battery Chemistries, Growth Opportunities in European Diesel Generator Set Market. Diese Market Insights sind Teil des Growth Partnership Service Programms von Frost & Sullivan.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.
Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Overview of the Wind Power Market in Central and Eastern Europe (9836)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.energy.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie