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ZHAW veröffentlicht Schlussergebnis zur Mediennutzung Jugendlicher

28.02.2011
Im Rahmen einer Medienkonferenz wurden heute die Resultate der JAMES-Studie 2010 veröffentlicht (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz). Sie zeigt, dass Handy und Internet von Jugendlichen deutlich häufiger genutzt werden als das Fernsehen. Überraschend sind die sprachregionalen Unterschiede in der Mediennutzung: Computergames werden in der lateinischen Schweiz häufiger genutzt als in der Deutschschweiz. Befragt wurden über 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren.

Wie nutzen Jugendliche in der Schweiz die digitalen Medien? Über diese und andere Fragen gibt die repräsentative Studie JAMES (Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz) Auskunft. Die Ergebnisse sind heute erstmals in der Romandie präsentiert worden und liefern verlässliche Zahlen zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher.

Die James-Studie ist eine umfassende und repräsentative nationale Studie zur Mediennutzung von Jugendlichen. Sie wurde von der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Kooperation mit der Université de Genève und der Università della Svizzera italiana im Sommer 2010 durchgeführt. Im Rahmen der Studie sind über 1‘000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in allen drei Sprachregionen der Schweiz befragt worden.

Die Studie zeigt, dass Handy und Internet von Jugendlichen inzwischen deutlich häufiger genutzt werden als das Fernsehen. An erster Stelle hinsichtlich der Mediennutzung steht bei Schweizer Jugendlichen das Handy, an zweiter Stelle die Nutzung von Internetdiensten und anschliessend (in absteigender Reihenfolge) MP3 (Musik hören), Fernsehen, Musik-CD, Radio, Tageszeitung und Computer- und Videogames. Letztere werden von Knaben häufiger genutzt als von Mädchen. Die Beliebtheit der Medien ist jedoch von Sprachregion zu Sprachregion sehr unterschiedlich. So werden beispielsweise Computergames in der lateinischen Schweiz markant öfter genutzt als in der Deutschschweiz. Gerade die sprachregionalen Unterschiede überraschen und zeigen, dass kaum von einer „schweizerischen“ Mediennutzung gesprochen werden kann.

Im Rahmen der Studie wurde zudem erhoben, welche Informationen Jugendliche über sich im Internet preisgeben. Am häufigsten wird bei Social Networks wie Facebook das Geschlecht bekannt gegeben, noch vor dem realen Namen. Über 80 Prozent der Befragten veröffentlichen Fotos oder Videos von sich selbst. Je älter die Jugendlichen sind, desto mehr persönliche Informationen geben sie preis.

Der vollständige Ergebnis-Bericht der JAMES-Studie kann online unter http://www.psychologie.zhaw.ch/JAMES abgefragt werden.

Die Befragung in der Deutschschweiz wurde durch Isabel Willemse vom Departement Angewandte Psychologie der ZHAW durchgeführt. Verantwortlich in der Westschweiz war Dr. Patrick Amey von der Université de Genève. Im Tessin war Dr. Marta Cola von der Università della Svizzera italiana für die Erhebung zuständig.

Swisscom unterstützt die JAMES-Studie als Kooperationspartnerin der ZHAW. Der Jugendmedienschutz ist Swisscom ein wichtiges Anliegen im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensstrategie. Seit 2001 hat das Unternehmen mehr als 6’000 Schweizer Schulen kostenlos ans Internet angeschlossen und setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche die digitalen Medien sicher nutzen.

Claudia Gähwiler | idw
Weitere Informationen:
http://www.psychologie.zhaw.ch/JAMES

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