Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissensmanagement mit neuen semantischen Technologien hebt ungenutzte Innovationspotenziale

13.08.2008
Schneller suchen und mehr finden

Eine Studie des Fraunhofer ISI im Rahmen der FAZIT Forschung zeigt: Wissensmanagement mit neuen semantischen Technologien hebt ungenutzte Innovationspotenziale - gerade auch in mittelständischen Unternehmen.

Das Wissen der Welt verdoppelt sich etwa alle zehn Jahre, behaupten aktuelle Schätzungen. In Unternehmen ist das nicht anders: Informationen werden gesammelt, im Rechner archiviert und später (hoffentlich) wiedergefunden.

Gegen diese Informationsexplosion setzen viele Unternehmen Software zum Wissensmanagement ein, etwa Dokumentenmanagementsysteme oder Software zur Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen. Doch diese Werkzeuge erlauben bislang keine intelligente Suche nach Bedeutungen - im Gegensatz zu semantischen Technologien, die durch die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen nachweislich Zeit sparen.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung hat untersucht, wie semantische Technologien gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Wissensmanagement helfen können, um die innerbetrieblichen Prozesse zu optimieren.

Die Karlsruher Forscher haben über 400 Experten in einer Delphi-Studie (http://www.fazit-forschung.de/wissensmanagement.html) auch nach ihrer Meinung zu semantischen Technologien befragt. Ein Ergebnis: Die Befragten rechnen damit, dass über 50 Prozent kleiner und mittlerer Unternehmen bis 2019 semantische Technologien zum Wissensmanagement einführen werden. Die Befragten gaben auch Auskunft, welche Hürden es bis dahin noch zu überwinden gilt. Mit weitem Abstand wurden technische Probleme wie starre Bedienungsregeln oder unvollständige Teillösungen genannt, gefolgt von organisatorischen Schwierigkeiten wie Ressourcenknappheit oder fehlendes Verständnis für die Anwendung.

Das Fraunhofer ISI weist darauf hin, dass wissensintensive Branchen wie IT, Automobil und Maschinenbau von semantischen Technologien besonders profitieren. "Diese Branchen haben großen Anteil an der Innovationskraft von Baden-Württemberg", so Autorin Elisabeth Baier. "Damit könnte der IT-Standort Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle bei der Markterschließung für semantische Technologien einnehmen."

Die Studie zu den Einsatzpotenzialen semantischer Technologien im Wissensmanagement des Fraunhofer ISI ist im Rahmen von FAZIT (http://www.fazit-forschung.de) entstanden, dem "Forschungsprojekt für aktuelle und zukunftsorientierte Informations- und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden Württemberg". Projektträger ist die MFG Stiftung Baden Württemberg, Projektpartner sind ZEW und Fraunhofer ISI.

Autorin: Elisabeth Baier
Telefon: 0721 / 6809 - 179
E-Mail: elisabeth.baier@isi.fraunhofer.de
Projektleitung: Dr. Simone Kimpeler
Telefon: 0721 / 6809 - 318
E-Mail: simone.kimpeler@isi.fraunhofer.de
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik, Nachhaltigkeit und Infrastruktursysteme, Politik und Regionen, Regulierung sowie Innovations- und Technologiemanagement und Vorausschau.

Bernd Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.fazit-forschung.de/wissensmanagement.html
http://www.fazit-forschung.de
http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie