Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftliche Studie beweist Nutzen der Ingenieurpromotion

30.05.2011
Eine Befragung von 361 Promovierten an der RWTH Aachen hat ein positives Bild ergeben. Die Belastung ist hoch, doch das Ergebnis lohnt den Aufwand: Promovierte Ingenieure machen schnell Karriere.

Die Promotion der Ingenieure unterscheidet sich in der Regel von der in anderen Disziplinen: Die Finanzmittel zur Durchführung der Forschungsvorhaben werden größtenteils von außen eingeworben, etwa als industrielle Drittmittel, die Promovenden erhalten eine gute Bezahlung, die Promotion ist ein Projekt verbunden mit anderen Projekten. Neben der vertieften Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten, dokumentiert durch die Dissertationsschrift, werden auch viele Soft Skills erworben.

Eine von 4ING durchgeführte und von TU9 geförderte Studie zur Situation von Promovierten zweier akademischer Jahrgänge an der RWTH Aachen in den Fächern Maschinenbau, Elektrotechnik/ Informationstechnik, Informatik und Bauingenieurwesen hat ein deutlich positives Ergebnis gebracht.

Die überwiegende Mehrheit ist voll und ganz zufrieden bis zufrieden mit dem Ergebnis der Promotion, ihrer wissenschaftlichen Arbeit und den im Promotionsprojekt erworbenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. Die Promovierten haben eine klare Karrierevorstellung.

Die Selbstständigkeit, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit innerhalb der Universität und mit Unter-nehmen sowie die erworbenen Management-, Personalführungs- und Vermittlungsungsfähigkeiten werden besonders geschätzt. Diese sind offensichtlich die Grundlage für einen nachgewiesenen schnellen Aufstieg in Leitungspositionen mit Personalverantwortung in der Industrie.

Die Belastung durch vielfältige Aufgaben wird getragen, weil nur dadurch das Umfeld für die Promotion geschaffen werden kann und weil die Erkenntnis vorherrscht, dass diese vielfältigen Aufgaben die Basis für den vielseitigen Kompetenzerwerb darstellen.

„Der hohe Stand der Technik in Deutschland und die industrielle Wirtschaftskraft hängen zu einem erheblichen Teil mit der Ingenieurpromotion zusammen: Herausragende wissenschaftliche Leistungen und die Vernetzung mit den Fragestellungen der Industrie sind das Erfolgsrezept!“, betont TU9-Präsident Prof. Dr.-Ing. Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen.

„Promotionen spielen in der Wissenschaft die zentrale Rolle; ohne die Promovenden und ihre qualitativ hochwertigen Dissertationen gäbe es für die Ingenieurwissenschaften weder den erzielten Stand der Technik noch das hohe Niveau der Ausbildung“, so Prof. Garbe, Vorsitzender des Verbandes 4ING der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik.

Neben den vielen positiven Ergebnissen lieferte die Befragung auch Hinweise für weitere Verbesserungen. Eine Veranstaltung zur Ingenieurpromotion, durchgeführt von acatech, 4ING und TU9 am 24.5.2011 in Berlin, bot die Gelegenheit, die Stärken und die Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung zu erörtern.

KONTAKT FÜR FRAGEN ZUR STUDIE

Prof. Nagl (nagl@se.rwth-aachen.de)

MEDIENKONTAKT TU9
Venio Piero Quinque, LL.M./LL.B., M.A.
Geschäftsführer
TU9 German Institutes of Technology e.V.
-Hauptstadtbüro-
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
D-10178 Berlin
Telefon: +49/(0)30/27 87 47 6-80
Telefax: +49/(0)30/27 87 47 6-88
E-mail: presse@tu9.de
4ING-PRESSEKONTAKT
RAin Heike Schmitt, Geschäftsführerin
Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) e.V.
Appelstr. 9A
30167 Hannover
Tel.: 06151-950 51 35
E-Mail: H.Schmitt@4ing.net
Internet: http://www.4ing.net
ÜBER TU9
TU9 ist die Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland:
RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hanno-ver, Karlsruhe Institute of Technology, TU München, Universität Stuttgart.
An den TU9-Universitäten sind über 200.000 Studierende immatrikuliert.
In Deutschland stammen rund 50 Prozent der Universitäts-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften von den TU9-Universitäten, rund 57 Prozent der Promotionen in den Ingenieurwissenschaften werden an den TU9-Universitäten durchgeführt.

TU9-Präsident ist der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg.

Weitere Informationen: http://www.tu9.de

ÜBER 4ING

Der Dachverein „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten“ (4ING) vertritt 135 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an Universitäten, Technischen Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie; Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.

4ING-Vorsitzender ist Prof. Dr.-Ing. Heyno Garbe, Leibniz Universität Hannover.

Venio Piero Quinque | idw
Weitere Informationen:
http://www.4ing.net
http://www.tu9.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie