Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftler erforschen Nahtoderfahrungen

19.09.2008
Erstmals sollen Beweise für das Phänomen erbracht werden

25 Ärzte in Krankenhäusern Großbritanniens und der USA werden in einer groß angelegten Studie die Nahtoderfahrung von 1.500 Überlebenden erforschen, um herauszufinden, ob Menschen ohne Herzschlag oder Gehirnaktivität Erfahrungen außerhalb des Körpers machen können.

Manche Menschen haben berichtet, dass sie einen Tunnel oder ein helles Licht gesehen hätten, andere erinnern sich, dass sie von oben auf das medizinische Personal herunter schauten. Die für drei Jahre anberaumte Studie wird von Wissenschaftlern der University of Southampton koordiniert.

Geplant ist unter anderem, Bilder so zu platzieren, dass sie nur von oben gesehen werden können. Für diesen Zweck wurden in medizinischen Einrichtungen spezielle Regale eingebaut. Die enthaltenen Bilder können nur von der Decke aus wahrgenommen werden.

Der leitende Wissenschaftler Sam Parnia betonte, dass wenn man beweisen könne, dass das Bewusstsein auch nach der Deaktivierung des Gehirns erhalten bleibe, liege die Vermutung nahe, dass das Bewusstsein eine separate Einheit bilden könnte. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir viele derartige Fälle finden werden, dennoch müssen wir dafür offen sein. Wenn allerdings niemand diese Bilder sieht, dann müssen wir diese Erfahrungen in den Bereich der Illusionen oder falschen Erinnerungen verweisen." Der Intensivmediziner hatte bei seiner täglichen Arbeit immer wieder den Eindruck, dass die Wissenschaft sich nicht ausreichend mit Nahtoderfahrungen beschäftigt hat.

Entgegen der allgemeinen Auffassung tritt der Tod nicht in einem bestimmten Moment ein. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, der beginnt, wenn das Herz zu schlagen aufhört und die Lungen sowie das Gehirn ihre Funktion einstellen. Medizinisch handelt es sich dann um einen Herzstillstand. Während dieses Herzstillstands sind alle drei Kriterien des Todes vorhanden.

Dann folgt ein Zeitraum, der von wenigen Sekungen bis zu mehr als einer Stunde dauern kann, in dem die Medizin noch die Möglichkeit zum Eingreifen hat. "Was Menschen in diesem Zeiraum erleben, ermöglicht einen einzigartigen Einblick in das was wir vermutlich alle bei unserem Tod erfahren werden."

Das Team wird laut BBC die Gehirnaktivität von 1.500 Überlebenden eines Herzstillstandes analysieren und überprüfen, ob sie die Bilder in den Abbildungen wiedererkennen. Zu den beteiligten Institutionen gehören das Addenbrookes, das University Hospital in Birmingham und das Morriston in Swansea sowie neun US-amerikanische Krankenhäuser.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.soton.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie