Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welcher Eingriff lindert Beschwerden bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse effektiver?

02.07.2009
Studie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg vergleicht Operation und endoskopisches Verfahren bei eingeschränktem Galleabfluss / Studienteilnehmer gesucht

Welches Verfahren lindert die Beschwerden effektiver, wenn ein Tumor den Gallengang blockiert und selbst nicht entfernt werden kann? Ob sich Operation oder endoskopischer Eingriff besser eignet, den Gallenabfluss bei inoperablen Tumoren der Bauchspeicheldrüse oder des unteren Gallenganges wieder herzustellen, prüft die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg nun in Zusammenarbeit mit dem Klinischen Studienzentrum der Chirurgie (KSC) im Rahmen einer Studie.

Mehr als 10.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse bzw. des unteren Gallenganges. Diese Tumoren werden häufig erst spät entdeckt und können nicht mehr chirurgisch entfernt werden. Dann gilt es, durch Behandlung der Symptome die Lebensqualität der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten.

Behindert der Tumor z.B. den Gallenabfluss, leiden die Patienten neben quälendem Juckreiz auch unter schweren Entzündungen der Gallenwege. Es stehen zwei etablierte Verfahren zur Auswahl, um die Galle wieder abfließen zu lassen: Bei der endoskopischen Therapie führen Chirurgen über eine Darmspiegelung ein Röhrchen (Stent) in den Gallengang ein, über den die Galle abfließen kann. Alternativ kann bei einer Operation eine neue Verbindung zwischen Gallengang und Darm hergestellt und so der Tumor umgangen werden.

Welche dieser beiden Therapien bessere Ergebnisse erzielt, soll nun die Studie STENTBY von Europäischem Pankreaszentrum und Klinischem Studienzentrum Chirurgie (KSC) der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg bei zunächst 60 Patienten klären. Das Studienzentrum wurde eingerichtet, um Patienten in Studien protokollgerecht zu behandeln und so die Krankenversorgung der Zukunft zu verbessern.

Auf dem Gebiet der Pankreaserkrankungen gehört das Europäische Pankreas Zentrum in Heidelberg zu den führenden Zentren der Welt: Ein interdisziplinäres Team von Fachspezialisten betreut jährlich über 2.000 Patienten und führt ca. 500 Operationen an der Bauchspeicheldrüse durch. Durch die große Zahl an Patienten können hier zudem Ursachen der Pankreaserkrankungen und neue Behandlungsstrategien erforscht werden. So profitieren Patienten stets von neuen Therapieansätzen.

Weitere Informationen im Internet:
www.pankreasinfo.com
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Klinisches-Studienzentrum-der-Chirurgie.4462.0.html?&L=
Ansprechpartner:
Dr. Nuh N. Rahbari
Klinisches Studienzentrum Chirurgie (KSC)
Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 69 87 oder 56 69 86
Fax.: 06221 / 56 69 88
E-Mail: ksc(at)med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Konfenzreihe in Berlin: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

18.12.2017 | Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lipid-Nanodisks stabilisieren fehlgefaltete Proteine für Untersuchungen

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von Alaska bis zum Amazonas: Pflanzenmerkmale erstmals kartiert

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung in der Schwerelosigkeit

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie