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Wege aus dem IT-Fachkräfte-Mangel: Software-Cluster veröffentlicht Studie zum Qualifikationsbedarf

23.08.2011
Eine aktuelle Studie belegt den steigenden Bedarf an Fachkräften für die Software-Industrie in der deutschen Software-Cluster-Region rund um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken. Die Studie empfiehlt eine bessere Abstimmung zwischen Ausbildungsinhalten und Anforderungen der Praxis sowie den Ausbau dualer Studiengänge als wesentliche Lösungsschritte.

Fachkräfte werden in der Software-Branche händeringend gesucht - besonders drängend wird der Fachkräftemangel im deutschen Software-Cluster rund um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken, in dem die Software-Industrie ein wesentlicher Standortfaktor mit regelmäßigem Nachwuchsbedarf an hochqualifizierten Fachkräften ist.

Im Software-Cluster wurde daher in einer aktuellen Studie der Fachkräfte- und Qualifikationsbedarf bei den Unternehmen der Region erhoben und Empfehlungen für die Anpassung und den Ausbau von Qualifikationsangeboten entwickelt.

Wesentliche Ergebnisse der Studie „IT-Fachkräfte durch Qualifizierung sichern“ sowie deren Handlungsempfehlungen sind:

Fachkräftebedarf steigt kontinuierlich an / Masterstudienplätze zur Verfügung stellen:

Der Fachkräftebedarf wächst auf allen Qualifikationsniveaus, besonders aber bei den Master-Absolventen. 70 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits jetzt Probleme bei der Suche nach geeigneten Master- oder Diplomabsolventen. Es müssen daher über den Bachelor hinaus genügend Masterstudienplätze zur Verfügung gestellt werden, damit mehr Studenten weiter machen können.

Duales Studium ausbauen:
Die Studie erkennt einen Handlungsbedarf darin, dass durchgängig und durchlässig vom Fachinformatiker bis zum Master hoch qualifiziert wird. Dafür muss es mehr berufsbegleitende Studiengänge zum Bachelor und Master geben.
Bessere Abstimmung zwischen Ausbildungsinhalten und Anforderungen der Praxis nötig:

Die Anforderungen der Unternehmen und die Qualifikationen der Bewerber passen nicht zusammen. Den Absolventen fehlt es an Schlüsselkompetenzen wie Projektmanagement, außerdem mangelt es an Praxiserfahrung und Soft Skills wie kommunikativen und sozialen Fähigkeiten. Auch fehlendes Wirtschafts- und technisches Spezialwissen wird herausgehoben. 70 Prozent der befragen Unternehmen geben an, dass dem Bewerber die Kombination von IT- und Wirtschaftswissen fehlt.

Dr. Thomas Kamps, Geschäftsführer der Darmstädter conweaver GmbH, formuliert seine Anforderungen an die Fachkräfte von morgen so: „Der Wunscharbeitnehmer der Zukunft würde so aussehen, dass er auf der einen Seite eine hervorragende technische Ausbildung hat, auf der anderen Seite extrem kommunikativ und sozial gut integrierbar ist und am besten auch noch unsere Produkte gut verkaufen kann“.

Dr. Roland Lentz, Leiter des Geschäftsbereichs Innovation und Umwelt der IHK Darmstadt, stellt dazu fest:“ Die Fachkräfte von morgen brauchen nicht nur Informatikkenntnisse, Mathematikkentnisse, Programmierkenntnisse, sondern sie müssen auch talentiert sein, andere zu verstehen und ein interkulturelles Verständnis haben. Das müssen wir natürlich auch in der Hochschule entwickeln und durch Weiterbildungsprogramme ausbilden.“

Urheber der Studie sind die IHK Darmstadt gemeinsam mit dem südhessischen Unternehmensnetzwerk IT FOR WORK, dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software-Engineering in Kaiserslautern und dem Kompetenzzentrum Informatik Saarland.

Über die Ergebnisse der Studie wird am 5. Oktober 2011 ab 17 Uhr in der IHK Darmstadt mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft der Software-Cluster-Region diskutiert. Die Moderation übernimmt Alexander Schmitt vom Hessischen Rundfunk.

Zur Datenquelle: Für die Studie wurden Unternehmen in der Software-Cluster-Region zwischen Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken zwischen März und Mai 2011 in einer Online-Umfrage befragt. 50 Unternehmen beantworteten den Fragebogen vollständig. Ergänzt wurde die Online-Umfrage durch eine schriftliche und telefonische Expertenbefragung unter den Partnern des Software-Clusters.

Die Studie steht zum Download bereit unter www.software-cluster.org

Bernd Hartmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.software-cluster.org

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