Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wärmeres Klima fördert Küstenerosion in Alaska

18.12.2009
Jährlicher Schwund von zehn bis zwölf Meter

Die Klimaerwärmung sorgt nicht nur dafür, dass die Nordwest-Passage im Sommer eisfrei wird, sondern sie nagt auch an der Küste. Besonders betroffen davon ist die Nordküste Alaskas zwischen Point Barrow und Pudhoe Bay.

Dort brechen jährlich zehn bis zwölf Meter Land ins Meer. Einer Studie von Forschern der University of Colorado in Boulder zufolge, ist auch kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.

Verschiedene Faktoren spielen bei dieser gravierenden Erosion eine wesentliche Rolle. Der sonst ganzjährig gefrorene Boden der Klippen taut auf, das wärmere Meerwasser und die zunehmende Wellenaktivität wirken auf die Situation verstärkend. "Wenn die ersten Blöcke umgefallen sind, bringt das Meerwasser sie innerhalb weniger Tage zum Schmelzen und spült das sandige Material in den Ozean", so Studien-Coautor Robert Anderson.

Längere eisfreie Perioden heizen Erosion an

Je länger die eisfreien Perioden sind, desto stärker wirkt die Erosion durch das aufgewärmte Meerwasser. Die ganze Nordküste Alaskas ist davon betroffen. Ein weiterer Faktor ist die immer längere Dauer, in der das Meereis von der Küste abgelöst ist. Die offene See zwischen der Küste und der schwimmenden Packeisfläche bewirkt nämlich eine Verstärkung der Wellen, die schließlich auf die Küste treffen. Dadurch kommt das Meerwasser mit immer mehr Teilen der Klippen in Berührung, so Anderson.

"Was wir sehen, ist ein dreifacher Angreifer-Effekt", so Anderson. Nachdem im Sommer die schwimmende Eisdecke in der Nordpolregion zurückgeht und sowohl die Luft als auch die Wassertemperatur zunimmt, sehen wir auch keinen Hinweis darauf, dass dies aufhört", sagt der Forscher.

Winterfrost sprengt bestehende Risse

Die Küstenklippen bestehen aus mehreckigen Blöcken von Permafrost-Böden. Eiskeile, die durch das im Winter frierende versickerte Oberflächenwasser gebildet werden, treiben die Blöcke auseinander. Die Zonen nahe der Küste werden zudem vom warmen Wasser unterspült. Starke Brandung sorgt dann dafür, dass die Teile abbrechen.

Die Forscher haben zahlreiche verschiedene Instrumente und Methoden angewandt, um diesen dynamischen Übergang zwischen Meer und Festland zu untersuchen. Anderson und seine Forscherkollegen Cameron Wobus und Irina Overeem haben das Studienergebnis beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union http://www.agu.org in San Francisco vorgestellt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.colorado.edu

Weitere Berichte zu: Alaska Erosion Klippen Küstenerosion Meerwasser Nordküste Perioden

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie