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Wachstum im Europamarkt für stationäre Brennstoffzellen beschleunigt sich

21.04.2010
Im Europamarkt für stationäre Brennstoffzellen sind diverse innovative Entwicklungen zu verzeichnen. Gleichzeitig steigt in vielen europäischen Ländern das Interesse an dieser Null-Emissions-Technologie, die sich in unterschiedlichsten Bereichen einsetzen lässt.

Im Zuge dieser Trends geht der Markt derzeit von der Validierungs- in die Vorvermarktungsphase über – mit äußerst positiven Aussichten. So prognostiziert Frost & Sullivan der Branche in Europa für die nächsten Jahre kontinuierliche Zuwächse und maximale Umsätze.

Als künftige Hot-Spots im noch jungen Markt für stationäre Brennstoffzelltechnologien nennt die internationale Unternehmensberatung Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien.

Das Wachstum wird voraussichtlich überwiegend von drei Brennstoffzell-Typen vorangetrieben: von den Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen (PEMFC), den Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen (MCFC) und den Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC). An vorderster Front steht dabei die PEM-Brennstoffzell-Technologie und damit der Bereich, in dem weltweit am intensivsten geforscht wird. PEMFC spielen neben stationären Generatoren eine wichtige Rolle in der Automobilindustrie, da ihre Betriebstemperatur relativ niedrig ist. Laut Frost & Sullivan dürfte der PEMFC-Sektor im Jahr 2018 einen Umsatz von 180 Millionen erwirtschaften und damit ab 2010 durchschnittlich um 90 Prozent pro Jahr wachsen. Schlüsselmärkte werden voraussichtlich Deutschland, Großbritannien und die Niederlande sein.

MC-Systeme werden im europäischen Gesamtmarkt für stationäre Zellen zu den ersten Brennstofftechnologien zählen, die bereits im Handel verfügbar sind. Anders als bei anderen Typen konzentrieren sich die Hersteller von MC-Brennstoffzellen verstärkt auf die technologischen Fortschritte, die notwendig sind, um die Brennstoffzellensysteme robuster zu machen. Der Wert dieses Sektors wird momentan noch mit 6,5 Millionen US-Dollar beziffert, dürfte allerdings im Jahr 2018 schon bei 83 Millionen US-Dollar liegen, was einem durchschnittlichen Jahreswachstum vom 67 Prozent entspricht. Als geographische Schlüsselmärkte gelten Deutschland und Großbritannien.

Der dritte Brennstoffzellen-Typ, die Festoxid-Systeme, könnte sich dank seines hohen elektrischen Wirkungsgrads zu einer der wichtigsten Stromerzeugungstechnologien der Zukunft entwickeln. SO-Zellen können mit so unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden wie Wasserstoff, Methan, Kohlenmonoxid und Biogas. Der Marktwert dieses Sektors im Jahr 2018 wird auf 3,8 Millionen prognostiziert, die durchschnittliche Wachstumsrate auf 15 Prozent pro Jahr. Als wichtigste Märkte nennt Frost & Sullivan Deutschland, Großbritannien und Italien.

Die bedeutenden Ländermärkte für stationäre Brennstoffzellen bieten den Branchenakteuren jeweils erhebliche Wachstumschancen. Größter nationaler Markt innerhalb Europas mit über 350 in diesem Bereich tätigen Unternehmen und Instituten ist Deutschland. Das hiesige gut entwickelte Netzwerk an Brennstoffzelllieferanten erleichtert nicht nur die Entwicklung und Erprobung, sondern auch die Bereitstellung und Wartung von Brennstoffzellen. Im Jahr 2015 dürfte Deutschland über ein Drittel des gesamteuropäischen Bedarfs an Brennstoffzellen decken. Zweitgrößter Ländermarkt ist derzeit Großbritannien. Das Land startete 2007 die Initiative “Energy Research Partnership” mit dem Ziel, die Forschung im Bereich saubere Energietechnologien zu unterstützen und die Markteinführung entsprechender Systeme zu beschleunigen. In Frankreich wird zwar überwiegend Atomenergie genutzt, doch plant die Regierung die Weiterentwicklung ihrer Gesetze zur Wasserstoffwirtschaft und sorgt damit für Auftrieb im Markt für stationäre Brennstoffzellen. Dass auch Italien eine wichtige Rolle in der Marktentwicklung spielt, liegt daran, dass die italienische Regierung die akademische Forschung in diesem Bereich subventioniert, was letztlich die Gründung neuer Unternehmen nach sich ziehen wird.

Trotz der Wachstumsbeschleunigung hat der Europamarkt für stationäre Brennstoffzellen jedoch auch mit gewissen Widrigkeiten zu kämpfen. Die größten Herausforderungen sind hohe Kapital- und Betriebskosten, der Mangel an effektiven technologischen Innovationen zur Beschleunigung der Vermarktung, der fehlende Rückhalt durch entsprechende Gesetze sowie die Konkurrenz in Form bereits existierender Technologien. Dennoch, so meint Vikas Ravindran, Energy Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan, sind „angesichts des hohen Umweltbewusstseins nachhaltige Lösungen heutzutage absolut unabdingbar, sofern man seinen Erfolg maximieren will.“ Entsprechend wird der europäische Markt für stationäre Brennstoffzellen die genannten Hürden überwinden, „ein enormes Wachstum erleben und gangbare Lösungen für alternative Energiequellen bieten“, so Ravindran abschließend.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans neusten Studien zum Markt für stationäre Brenstoffzellen wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
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Katja Feick | Frost & Sullivan
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