Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Viele produzierende Unternehmen schalten 2010 um auf Wachstum

12.01.2010
Operations-Effizienz-Radar von Roland Berger und dem Internationalen Controller Verein
  • Umfrage unter mehr als 50 Finanzchefs (CFOs) und kaufmännischen Leitern produzierender Unternehmen zu Optimierungshebeln im Jahr 2010
  • Kosten weiterhin im Fokus aber parallel klare Tendenz zu Wachstumsthemen
  • Fokus der Agenda 2010 liegt auf Produktportfolio, Produktion, Working Capital Management sowie Innovation und Entwicklung
  • Der Bereich Administration und Overhead steht bei den CFOs dagegen hinten auf der Agenda

Viele deutschen Unternehmen planen, 2010 vom reinem Restrukturierungsmodus wieder auf einen Effizienzsteigerungsmodus umzuschalten. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie, in der Roland Berger Strategy Consultants und der Internationale Controller Verein (ICV) mehr als 50 CFOs und kaufmännische Leiter von produzierenden Unternehmen befragt haben. Im Mittelpunkt standen die Optimierungshebel, die die Unternehmen im Jahr 2010 einsetzen wollen.

Die Optimierungshebel decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. Das Operations-Effizienz-Radar bietet CFOs so eine Entscheidungshilfe für die Finanzplanung 2010, sowie eine Basis zur Diskussion mit anderen Unternehmensabteilungen ("Sparring"). Im Fokus stehen 2010 die Bereiche Produktportfolio, Produktion, Working Capital Management sowie Innovation und Entwicklung. Die Zeit der reinen Kostensenkungsprogramme ist vorüber.

"Es ist beeindruckend, wie heftig und schnell die Unternehmen im kommenden Jahr von kurzfristigen Kostensenkungsmaßnahmen wieder auf eine mittel- bis langfristige Neuausrichtung umschwenken wollen", sagt Oliver Knapp, Principal bei Roland Berger Strategy Consultants.

Die Ergebnisse des Operations-Effizienzradars von Roland Berger Strategy Consultants und dem Internationalen Controller Verein (ICV) legen diese Folgerung nahe. Die Studie deckt neun Bereiche der Wertschöpfungskette ab. Dabei wurden die Teilnehmer dazu befragt, wie wichtig einzelne operative Hebel für sie sind, wie stark sie diese heute bereits nutzen und wie sicher sie diese 2010 einsetzen wollen.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Teilnehmer schalten um vom reinen
Restrukturierungs- auf einen Effizienzsteigerungsmodus, wobei vor allem Wachstumsthemen zunehmend in den Vordergrund rücken. "Unsere Umfrage unter CFOs ist durchaus aussagekräftig für die deutsche Wirtschaft", sagt ICV-Vorstandsmitglied Conrad Günther. "Denn CFOs haben nicht nur großen Einfluss auf die Strategie ihrer Unternehmen, sondern auch einen hervorragenden Überblick darüber, welche operativen Maßnahmen Erfolg versprechen".

Vier Bereiche der Wertschöpfungskette besonders wichtig

Der Fokus der Agenda 2010 liegt bei den befragten Unternehmen klar auf den Bereichen Produktportfolio (62%), Produktion (56%), Working Capital Management (54%) sowie Innovation und Entwicklung (52%). Die Funktionen Controlling und Finanzen (44%) sowie Administration und Overhead (33%) erachten sie dagegen als deutlich weniger wichtig.

"Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Unternehmen bei ihrer Planung für 2010 auf Wachstum setzen", sagt Thomas Rinn, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Mehr als die Hälfte der Unternehmen wollen im Bereich Produktportfolio aktiv werden. Dafür planen sie beispielsweise, in ihr Produkt/-Serviceportfolio zu investieren, um es zukunftsfähig zu machen und es zu bereinigen. In der Produktion setzen sie auf weitere Effizienzsteigerungen, die Optimierung von Planung und Steuerung sowie eine Verbesserung der Wertschöpfungstiefe. Beim Working Capital Management wollen die Teilnehmer der Umfrage die Bestände in der Supply-Chain und die Forderungsbestände weiter optimieren. Im Bereich Innovation und Entwicklung stehen die Verbesserung des Produktentwicklungsprozesses, der Entwicklungskosten sowie der Produktarchitektur, etwa mit Hilfe von Plattform- und Modulkonzepte ganz oben auf der Prioritätenliste.

"Die Unternehmen schauen wieder optimistischer in die Zukunft", sagt Knapp. "Sie werden 2010 nicht mehr nur versuchen, Kosten zu senken und den staus quo zu bewahren, sondern wieder in zukunftsfähige neue Produkte investieren."

Die vollständige Studie können Sie kostenfrei herunterladen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.100 Mitarbeiter haben im Jahr 2008 einen Honorarumsatz von mehr als 670 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Sebastian Deck | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com
http://www.rolandberger.com/pressreleases

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warum der Brennstoffzelle die Luft wegbleibt

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chlamydien: Wie Bakterien das Ruder übernehmen

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

28.03.2017 | Physik Astronomie