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Viel mehr als Bitcoins: Neue Studie zu Blockchain-Technologien

31.01.2017

Technologiestiftung Berlin stellt Studie zu Blockchain-Technologien und ihren Potenzialen vor

Berlin ist die Blockchain-Hauptstadt Europas. Hier wird die Technologie weiterentwickelt, die den Finanzsektor radikal verändert und in viele weitere Bereiche drängt. Die neue Studie „Blockchains, Smart Contracts und das Dezentrale Web*“ der Technologiestiftung Berlin zeigt die Chancen des neuen Trends für Berlin auf.


Download der Studie unter www.technologiestiftung-berlin.de/blockchainstudie

Die Studie wurde heute von Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung, und der Autorin der Studie, Dr. Shermin Voshmgir, Gründerin und Geschäftsführerin des BlockchainHubs, beim Unternehmen SatoshiPay vorgestellt.

Nicolas Zimmer: „Notariate, wie wir sie kennen, wird es schon bald nicht mehr geben. Mittelfristig werden Blockchains das gesamte Vertragswesen revolutionieren. An die Stelle von notariellen Beglaubigungen und Zertifizierungen werden sogenannte Smart Contracts treten. Diese sind insbesondere für internationale Liefer- und Leistungsbeziehungen eine disruptive Technologie. Auch für Wirtschaftsprüfer wird es bei blockchain-basierten Transaktionen bald keinen Bedarf mehr geben. Berlin wird von der Blockchain besonders profitieren. Denn hier werden die neuesten Entwicklungen vorgedacht und in Produkte umgesetzt.“

Blockchain-Technologien bieten alternative Sicherheitsstandards für Online-Transaktionen. Bekannt wurden sie 2009 mit der Einführung der Bitcoins. Seither ist deutlich, dass es möglich ist, Transaktionen direkt zwischen den Beteiligten sicher und ohne großen Aufwand online durchzuführen.

In Berlin beschäftigen sich verschiedene Startups mit dem Thema, das zurzeit vor allem den Finanzbereich verändert. Diese Gründungen tragen dazu bei, dass Berlin als deutsche Hauptstadt für digitale Finanzdienstleistungen gilt. Mittlerweile arbeiten die Startups aber auch für andere Branchen, da die Blockchain fälschungssichere, nachvollziehbare Transaktionen gewährleistet und damit beispielsweise auch für Verwaltungen, die Gesundheitswirtschaft und nachvollziehbare Supply Chains interessant ist.

Zudem stellen Blockchain-Technologien klassische Plattformen in Frage. Dies gilt insbesondere auf Märkten, die dezentral organisiert werden können, wie dies beispielsweise auf den Strommarkt nach der Energiewende zutrifft.

Zimmer dazu: „Allerdings hinken die rechtlichen Rahmenbedingungen der technologischen Entwicklung hinterher. Richter, Anwälte und Wirtschaftsprüfer können mit Verträgen, die aus Quellcode bestehen, noch nichts anfangen.“

Melden Sie sich gerne bei Frauke Nippel für Interviewwünsche und Rückfragen: nippel@technologiestiftung-berlin.de, 030/46 30 25 04

Weitere Informationen:

http://www.technologiestiftung-berlin.de/blockchainstudie

Frauke Nippel | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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