Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Videospiele machen Kinder nicht dick

21.01.2011
Armut begünstigt Übergewicht - Gamer schlechter in der Schule

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung machen Videospiele Kinder nicht dick. Das hat eine Studie von Psychologen an der Michigan State University ergeben, die somit auch früheren Untersuchungen widerspricht.

Internet und Handys wirken sich demnach ebenfalls kaum auf Gewicht und Body Mass Index (BMI) aus. Vielmehr sind unter gleichaltrigen US-Kindern jene dicker, die der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe angehören oder aus ärmeren Bevölkerungsschichten stammen. Der in "Computers in Human Behavior" erschienenen Studie zufolge haben Gamer aber schlechtere Schulnoten und ein geringeres Selbstwertgefühl.

Nicht dick, aber lernschwach

In der Vergangenheit gab es bisweilen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Videospielen nahe legen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090818004/). Doch das Team um die Psychologieprofessorin Linda Jackson hat eine Gruppe von 482 Kindern mit einem Altersschnitt von zwölf Jahren untersucht und widerspricht dem gängigen Klischee dicker Gamer klar. Denn wenn Kinder viel Zeit vor Videospielen springen, hat das den Psychologen zufolge kaum Einfluss auf Gewicht oder BMI der Kinder. Noch weniger wirkt sich eine intensive Internetnutzung aus.

Die Studie bringt für Gamer aber nicht nur gute Nachrichten. Denn während sich gerade die Internetnutzung demnach positiv auf die Schulnoten auswirkt, haben Videospiel-Fans im Schnitt schlechtere Schulnoten. Gerade in Mathematik schneiden sie bei Tests schlechter ab. Außerdem sind Games nicht gut für das Selbstwertgefühl. Denn sie hemmen "die Entwicklung sozialer Fertigkeiten, die für die Entwicklung einer positiven Selbstwahrnehmung nötig sind", so die Psychologen.

Alter macht dick

Wenig überraschend ist das Studienergebnis, dass ältere Kinder schwerer sind. Allerdings steigt mit dem Alter auch der BMI. Da dieses Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße das ausschlaggebende Kriterium für Fettleibigkeit nach Definition der World Health Organization ist, steigt also mit dem Alter auch das Risiko von Übergewicht.

Für hohes Gewicht und einen hohen BMI ist zudem die Herkunft in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Der Analyse zufolge sind afroamerikanische Kinder deutlich schwerer und stämmiger als gleichaltrige Kaukasier. Außerdem haben die Forscher einen Zusammenhang mit dem Familieneinkommen gefunden. Kinder aus ärmeren Verhältnissen tendieren eher zu Übergewicht.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.msu.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics