Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmensteuersätze im Schnitt weltweit nur leicht gesunken / Indirekte Steuern bleiben konstant

19.10.2011
Auch in diesem Jahr hat sich die generelle Tendenz zur Senkung der Unternehmensteuersätze weltweit fortgesetzt.

Der Prozess als solcher hat aber erheblich an Dynamik verloren. Die durchschnittlichen indirekten Steuern sind mit Blick auf 2010 nahezu konstant geblieben. Das sind die wesentlichen beiden Ergebnisse des Corporate and Indirect Tax Survey 2011 von KPMG. Die jährlich erscheinende Studie vergleicht Steuersätze in 125 Ländern und stellt Unterschiede und Trends dar.

Nur in Europa leichter Anstieg der Unternehmensteuersätze

In den vergangenen elf Jahren ist der weltweite durchschnittliche Unternehmensteuersatz von 29,03 Prozent in 2000 auf 22,96 Prozent in 2011 gefallen. Die größte Dynamik gab es in den Jahren bis 2008. Seit 2009 sind die Veränderungen nur noch marginal. So verzeichnet den deutlichsten Rückgang in diesem Jahr der asiatisch-pazifische Raum (von 23,96 Prozent in 2010 auf 22,78 Prozent in 2011). Weitere leichte Veränderungen gab es in Lateinamerika (von 25,33 Prozent auf 25,06 Prozent), in Nordamerika (von 23,67 Prozent auf 22,77 Prozent) und Ozeanien (von 24,17 Prozent auf 23,83 Prozent). Unverändert hingegen blieb die Unternehmensteuer in Afrika. Europa ist 2011 die einzige Region, in der es einen leichten Anstieg des durchschnittlichen Unternehmensteuersatzes zu verzeichnen gab: von 19,98 Prozent auf 20,12 Prozent.

Indirekte Steuern weitgehend constant

Die Studie zeigt, dass der Sinkflug bei den Unternehmensteuersätzen weitgehend beendet ist. Ähnlich verhält es zurzeit auch mit den indirekten Steuern. 2011 blieb der durchschnittliche Satz - bezogen auf alle untersuchten Länder - nahezu konstant bei 15,41 Prozent. Regional lassen sich dennoch leichte Unterschiede festzustellen. Während der durchschnittliche Wert in Lateinamerika um 1,12 Prozentpunkte gesenkt wurde (von 13,9 Prozent auf 12,78 Prozent), erfolgte in anderen Regionen verstärkt eine Anhebung der indirekten Steuern. Asien und Afrika verzeichneten jeweils einen Anstieg: von 11,64 Prozent auf 11,73 Prozent beziehungsweise von 13,91 Prozent auf 14,17 Prozent. Die Region Ozeanien hob ihren Durchschnittswert um 0,5 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent an. Europa zeichnet sich durch einen sehr hohen aber auch stabilen indirekten Steuersatz aus. In einem Zeitraum von sechs Jahren sind nur sehr geringe Schwankungen festzustellen (von 2010 auf 2011 um 0,04 Prozentpunkte auf 19,71 Prozent).

Ernst Gröbl, im KPMG-Vorstand für den Geschäftsbereich Tax zuständig: "Es ist zu erwarten, dass Regierungen dazu übergehen werden, den indirekten Steuern mehr Bedeutung zu schenken. Denn in Zeiten wirtschaftlicher Krisen sind sie die verlässlicheren Einnahmequellen. Weltweit aufgestellte Unternehmen kommen nicht umhin, sich auf diese wachsenden steuerlichen Herausforderungen vorzubereiten."

Pressekontakt:
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18, Fax: (0 30) 20 68-11 48
E-Mail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com

Marita Reuter/Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen