Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werden Unternehmen technologisch abgehängt?

01.12.2010
Studie von Accenture zeigt, wie sich die Leistung von IT-Abteilungen während der Krise entwickelt hat

In der Wirtschaftskrise sind die Leistungsunterschiede zwischen IT-Abteilungen von Unternehmen deutlich gewachsen. Das zeigt eine Untersuchung des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture auf fünf Kontinenten.

Die Mehrheit der Firmen hat Budgets gekürzt und sich auf den Erhalt des Status quo konzentriert. Nur eine Minderheit, die Technologie als Wachstumsmotor für das Geschäft erkennt, hat in die Schlagkraft ihrer IT-Abteilungen investiert.

In der Studie "High Performance IT 2010" stellt Accenture fest:
Nur eine von zwanzig Firmen weltweit ist technologisch überdurchschnittlich beweglich und innovativ, wenn es um die Umsetzung von IT-Programmen geht.

Beispiele dafür, was diese sogenannten High Performer dem durchschnittlichen Unternehmen voraushaben, sind:

- Sie wickeln um die Hälfte mehr ihrer Interaktionen mit Kunden internetbasiert ab.

- Sie wickeln um die Hälfte mehr Interaktionen mit Mitarbeitern über mobile Web-Anwendungen ab.

- Sie investieren pro Jahr ein Drittel mehr in neue IT-Anwendungen, statt lediglich bestehende Programme fortzuführen.

- Sie messen achtmal häufiger die tatsächlich erzielten Ergebnisse von IT-Maßnahmen.

"Die Leiter der besonders starken IT-Abteilungen sind tief in aktuelle und künftige Geschäftsanforderungen des gesamten Geschäfts eingebunden", sagt Thomas Hansen, Geschäftsführer im Bereich Technologieberatung bei Accenture. "Sie betreiben den IT-Bereich als Business innerhalb des Unternehmens. Ihr Ziel ist es, Wert für das Unternehmen zu schaffen, zum Beispiel durch technologische Anstöße Innovationen zu ermöglichen."

High Performer setzen deutlich häufiger auf aktuelle Technologien wie Data Analytics und Business Analytics. Das erforderliche Investitionsbudget verschaffen sie sich unter anderem dadurch, dass sie ältere Systeme zugunsten neuer Anwendungen zurückbauen. Sie geben im Schnitt 17 Prozent weniger für den Betrieb und die Reparatur bestehender Systeme aus als andere Unternehmen.

Abstand wird größer

Immer weiter lassen die leistungsstärksten IT-Abteilungen den Wettbewerb hinter sich. Der Vergleich mit den Ergebnissen von Accentures "High Performance IT Studie 2008" zeigt: Vor der Wirtschaftskrise waren die High Performer um rund 30 Prozent leistungsfähiger in den Kategorien Umsetzungsstärke und Innovationsfähigkeit. Seither haben sie ihren Vorsprung gegenüber durchschnittlichen IT-Abteilungen auf 42 Prozent beziehungsweise 37 Prozent ausgebaut.

In der Kategorie Beweglichkeit, die 2008 nicht explizit erhoben worden war, liegen die High Performer ebenfalls um 42 Prozent über dem Durchschnitt.

"Das Gros der Firmen hat sich während des wirtschaftlichen Einbruchs fast ausschließlich mit Kostenreduktion im Bereich IT beschäftigt. Die High Performer haben es zusätzlich geschafft, in dieser Zeit ihre Kernkompetenzen zu stärken", sagt Thomas Hansen.

"Diese IT-Abteilungen sind heute leistungsfähiger und damit besser in der Lage, Wachstum ihres Unternehmens zu unterstützen oder sogar anzustoßen."

Firmen, deren IT-Abteilung nicht ähnliche Strategien wie die High Performer verfolgten, hätten einen klaren Wettbewerbsnachteil und liefen Gefahr, hinter die Konkurrenz zurückzufallen, so Thomas Hansen.

Über die Studie

Für die "High Performance IT Studie 2010" wurden die obersten IT-Verantwortlichen (CIOs) von 226 Großunternehmen in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und im Pazifik-Raum befragt. Die Leistungsfähigkeit der IT-Abteilungen hat Accenture anhand von insgesamt 40 Kriterien in den Kategorien Beweglichkeit, Flexibilität und Umsetzungsstärke gemessen. Bewertet wurde, wie systematisch oder wenig bis gar nicht gesteuert jedes dieser Kriterien verfolgt wird.

Zu den vollständigen Ergebnissen:
http://www.accenture.com/HighPerformanceIT2010
Über Accenture
Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 204.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Das Unternehmen bringt umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein.
Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August
2010) einen Nettoumsatz von 21,6 Mrd. US-Dollar.

Jens R. Derksen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.accenture.de
http://www.accenture.com/HighPerformanceIT2010

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie