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Umfassende Studie über projektübergreifendes Management

17.02.2009
Für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie ist es unverzichtbar, das Ganze im Blick zu behalten.

Ein übergreifendes Management von Projekten kann sich dabei als äußerst wertvoll erweisen. Dies wird durch eine Untersuchung bestätigt, die der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsinformatik III, der Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit maxence business consulting durchgeführt hat.

Nach dem Urteil der Umfrageteilnehmer wird die Bedeutung des projektübergreifenden Managements künftig weiter steigen.

Projektorientierte Arbeitsweisen gelten zunehmend als zentrales Instrument zur wirkungsvollen Umsetzung von Unternehmensstrategien. Das Management einzelner Projekte reicht jedoch nicht aus, um eine Strategie effektiv und effizient umzusetzen. Vielmehr ist eine ganzheitliche Betrachtung der Projektlandschaft erforderlich.

Eine umfassende Studie unter Leitung von Prof. Dr. Michael Amberg hat diese Thematik aufgegriffen und den aktuellen Stand der Entwicklung und Verbreitung von Projektportfolio- und Programmmanagement sowie deren Institutionalisierung in Organisationen analysiert. Zunächst wurden qualitativ-explorative Experteninterviews geführt. Auf die so gewonnenen Erkenntnisse stützte sich eine quantitative Onlineumfrage, an der sich 232 Personen aus Unternehmen verschiedenster Branchen und Größenordnungen des deutschsprachigen Raums beteiligten. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen insbesondere die entscheidende Bedeutung des Projektportfolio- und Programmmanagements für die optimale Umsetzung der Unternehmensstrategie, die sich aus Sicht der Umfrageteilnehmer in Zukunft noch verstärken wird.

PMOs: Effektive Instanzen der Koordination
Spezielle organisatorische Einheiten, die die Aufgaben des projektübergreifenden Managements wahrnehmen (Project/Program Management Offices, PMOs), haben offensichtlich die Effizienz erhöht. So zeigte sich unter anderem, dass Umfrageteilnehmer, in deren Unternehmen ein PMO vorhanden ist, ihre Projekte durchschnittlich mit geringeren Überschreitungen der geplanten Zeitdauer, der personellen Ressourcen und des vorgesehenen Budgets abschließen. Solche Teilnehmer sehen die künftige Aufgabe des PMO eher in der Regulierung als in der Beratung, während die Befragten, in deren Unternehmen keine Instanz zur projektübergreifenden Koordination vorhanden ist, am häufigsten die Beratungsfunktion als wünschenswerte Aufgabe nannten.

Gegen die Einrichtung eines PMO spricht nach Auffassung der Mehrheit die Befürchtung, dass ein hoher Verwaltungsaufwand mit zu großen Reibungsverlusten entsteht. Lediglich 17,9% der Umfrageteilnehmer bezeichnen eine derartige Einrichtung als bisher nicht erforderlich.

Weitere Informationen für die Medien

Dipl.-Wirtsch.Inf. Michael Lang
Tel.: 0911/5302-861
michael.lang@wiso.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.wi3.uni-erlangen.de

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