Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TV über Internet und Handy lockt 20 Prozent mehr Zuschauer

26.05.2009
Fachmann: Kommerzielles Rechte-Management für alle Verbreitungswege wird geschäftskritisch für Fernsehsender

34 Prozent der deutschen Fernsehzuschauer haben in den vergangenen zwölf Monaten Sendungen auch auf ihrem Computer oder Mobiltelefon empfangen. Ein Jahr zuvor waren es 28 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture in einer aktuellen Umfrage.

Die mehr als 1.000 Umfrageteilnehmer wurden auch gefragt, welchen TV-Inhalt sie am liebsten auf ihrem PC oder Handy abrufen würden.

Am Computerbildschirm sehen die Zuschauer am liebsten bislang nicht gesendete Formate. Es folgen Serien und Shows, die man aus dem normalen Programm kennt, in voller Länge, in gekürzter Form und als Zusammenschnitt von Höhepunkten.

Auf ihrem Handy möchten die Befragten aktuelle Nachrichten empfangen, gefolgt von bekannten Sendungen in Kurz- oder Langform.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Entwicklung, dass sich Inhalte aus dem Fernsehen auf immer mehr Verbreitungswege verteilen. Für Rundfunkunternehmen wird es deshalb zunehmend wichtiger, klar festzulegen, für welchen Weg man welche Verwertungsrechte besitzt, vom klassischen Antennenfernsehen bis hin zum Sendeausschnitt auf einem Videoportal.

"Das kommerzielle Management von Verwertungsrechten für alle Verbreitungswege wird geschäftskritisch für die Sender", sagt Veit Siegenheim, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech.

Der Mitherausgeber des Buchs "Auslaufmodell Fernsehen? Perspektiven des TV in der digitalern Medienwelt" beobachtet, dass Rechte-Management heute vielfach noch als rein administrative Aufgabe gesehen wird.

Seiner Einschätzung nach müssten die Sender unter anderem ihr Finanzmanagement enger mit der Programm- und Sendeplanung und den Archiven abstimmen sowie klare Strategien für den Erwerb und die Verwertung von Rechten entwickeln.

Veit Siegenheim: "Nur so entwickelt ein Sender ein klares Profil auf allen strategischen Verwertungskanälen. Und nur so kann er sein Programmvermögen optimal nutzen, also nur die wirklich benötigten Rechte erwerben und die vorhandenen Rechte so vorteilhaft wie möglich einsetzen."

Allerdings bleibt der Fernsehapparat vorerst der Deutschen liebstes Gerät, um Filme, Serien und Shows zu schauen. 40 Prozent der Befragten gaben an, nicht an neuen Wegen des Fernsehens interessiert zu sein (2008: 43 Prozent).

Nur acht Prozent sind Technik-Enthusiasten, die sagen: "Ich empfange so viel Sendungen wie möglich über mein PC oder mein Handy."

Damit outen sich die Deutschen als Digital-Muffel im Vergleich mit Zuschauern in anderen Ländern: In Italien um Beispiel gaben 31 Prozent der Befragten diese Antwort, in Südkorea 28 Prozent und in Australien immerhin noch 14 Prozent.

Über die Untersuchung

Accenture hat im Januar und Februar 2009 13.600 Fernsehzuschauer in den 13 folgenden Ländern befragt: Australien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan, Malaysia, Mexiko, Singapur, Spanien, Südkorea, USA.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Das Unternehmen bringt umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ein. So schafft Accenture für seine Kunden nachhaltigen Markterfolg. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 181.000 Mitarbeiter, die in 120 Ländern für seine Kunden tätig sind, und erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2008) einen Nettoumsatz von 23,39 Mrd. US-Dollar.

Jens Derksen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.accenture.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften