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Trotz steigender Kurse noch keine Belebung des M&AMarkts weltweit

25.07.2011
Der von vielen Marktbeobachtern erhoffte Aufschwung auf dem Transaktionsmarkt ist auch im ersten Halbjahr 2011 weitgehend ausgeblieben.

Trotz eines insgesamt freundlichen Börsenumfelds verharrten Anzahl und Volumen der Deals auf einem bescheidenen Niveau, während die erwarteten Bewertungen gegenüber dem Stand vor sechs Monaten sogar rückläufig waren. Potenzial birgt allerdings die wachsende Finanzkraft bei Investoren. Das ist das Ergebnis der neuen internationalen KPMGStudie „M&A Predictor“, die auf einer Befragung von rund 1.000 der weltweit größten Unternehmen beruht.

„Kapital- und Transaktionsmarkt haben sich weiter entkoppelt“, kommentiert Leif Zierz, Leiter des deutschen Transaktions- und Restrukturierungsgeschäfts bei KPMG.

„Die Überschussliquidität im Markt stützt die Kurse, hat aber dem Transaktionsmarkt keinen spürbaren Rückenwind verliehen.“ Wesentlicher Grund hierfür sei, dass die potenziellen Käufer auf Unternehmensseite sehr vorsichtig und opportunistisch agieren, obwohl sich deren Ertrags- und Finanzlage seit der Krise maßgeblich verbessert habe.

„Angesichts der Staatsschuldenkrise sowie Inflations- und Wechselkursrisiken sind die Unternehmen noch nicht bereit, für größere Transaktionen in ihre vollen Kriegskassen zu greifen“, sagt Zierz. Der erwartete weitere Rückgang der Nettoverschuldung im Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 26 Prozent bis Mitte 2012 zeige aber das Potenzial der Unternehmen. Gleiches gelte für neue Finanzierungsmöglichkeiten wie börsennotierte Mittelstandsanleihen.

Trotz weiter ausstehender Deals mit Signalwirkung in Deutschland und den europäischen Nachbarländern erlauben die im Schnitt zuletzt etwas höheren Transaktionsvolumina laut KPMG verhaltenen Optimismus. Wachstumsimpulse werden vorrangig aus Richtung der mittelgroßen Private-Equity-Häuser kommen. Für diese haben sich die Rahmenbedingungen zuletzt verbessert, da Banken sich wieder verstärkt um lukrative Transaktionsfinanzierungen bemühen. Diese Entwicklung kommt zur rechten Zeit, denn die vor der Krise aufgenommenen Eigenmittel müssen mit entsprechendem Hebel zeitnah investiert werden.

Zierz: „Für Exits und Investments gibt es in Europa ein gleichermaßen großes Potenzial, wobei im Zuge einer verstärkten Transaktionstätigkeit auch die Bewertungen wieder anziehen dürften.“ Für eine zusätzliche Belebung des weltweiten Marktes könnte das verstärkte Interesse von Investoren aus der EMA-Region und aus den BRIC-Staaten sorgen.

In den Branchen zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. So haben Unternehmen im Gesundheitsmarkt derzeit im Schnitt nur geringe Verbindlichkeiten in den Büchern stehen. Diese solide Finanzlage führte im den ersten sechs Monaten 2011 zu nochmals gestiegenen erwarteten Bewertungen. Ebenfalls mehr Bewertungsphantasie gibt es im Segment Energieversorger/Utilities – bei hohen Investitionen und gestiegenem Finanzierungsbedarf.

Pressekontakt:
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18, Fax: (0 30) 20 68-11 48
E-Mail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg

Marita Reuter/Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

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